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Südkreis Patientenrechte und Vorsorgevollmacht
Landkreis Südkreis Patientenrechte und Vorsorgevollmacht
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16:52 15.04.2012
Die VdK-Bezirksgeschäftsführerin Karin Buder-Heckert hielt einen Vortrag zum Thema Patientenrechte. Die Geehrten Gert Klapproth (von links), Heinrich Lotz und Elisabeth Schneider, der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Theis und der Vorsitzende Christi Quelle: Manfred Schubert
Niederweimar

Etliche Nachfragen, aber auch Berichte über eigene Erfahrungen, zeigten, dass das Thema Patientenrechte auf großes Interesse unter den etwa 50 Menschen stieß, die im Bürgerhaus an der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbandes Weimar teilnahmen.

Den Vortrag darüber hielt Karin Buder-Heckert, in Niederweimar ansässige Geschäftsführerin des VdK-Bezirks Marburg, die als ehemalige gelernte Krankenschwester und Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Medizinrecht über doppelte Kompetenz auf dem Gebiet verfügt.

Eine angemessene Aufklärung und Beratung durch den Arzt gehöre ebenso wie die Abstimmung über diagnostische und therapeutische Maßnahmen mit dem Patienten zu dessen grundlegenden Rechten. Dieser dürfe Behandlungen wie beispielsweise Operationen grundsätzlich auch ablehnen.

Der Patient habe das Recht, eine zweite Meinung einzuholen und die Behandlungsunterlagen in Kopieform einzusehen. Wenn zwischen Arzt und Patient kein Konsens herbeigeführt werden könne, dürfe allerdings auch der Arzt, von Notfällen abgesehen, die Behandlung ablehnen. Bedeutsam sei die 2009 ins Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommene und somit rechtlich geklärte Patientenverfügung. Was für einen im Zusammenhang mit Krankheit, Leben und Sterben wichtig sei, was man vielleicht auf keinen Fall in Kauf nehmen wolle oder welche speziellen Wünsche man an ärztliche Versorgung habe, könne man so in Schriftform festhalten.

Vor dem Hintergrund medizinischer Fortschritte, zum Beispiel bei der Krebsbehandlung, sollte diese alle zwei Jahre erneuert werden, riet Buder-Heckert. Auch könne man bestimmen, mit welcher Person später Behandlungen erörtert werden sollen.

Besonders empfahl sie, eine Vorsorgevollmacht auszustellen, um zu vermeiden, dass vom Gericht ein Betreuer bestellt wird. Diese könne man auch aufteilen, beispielsweise eine Person für Behandlungen und eine für die Vermögensverwaltung benennen. Falls viel Vermögen vorhanden sei, sollte man die Vorsorgevollmacht vom Notar oder Ortsgericht beglaubigen lassen.

Ausdrücklich einen positiven Schlussstrich unter das vergangene Jahr zog der Ortsverbands-Vorsitzende Christian Fischer in seinem Bericht. Neben der sozialen und sozialrechtlichen Mitgliederbetreuung hob er als Höhepunkt die Tagesfahrt zum Laacher See hervor. In diesem Jahr soll es, nach Abstimmung durch die Versammlungsteilnehmer, an die Mosel gehen.

Die Zahl der Mitglieder sei von 146 Anfang 2009 auf derzeit 168 gestiegen, deren Durchschnittsalter im gleichen Zeitraum von 66,8 auf 65,5 Jahre gesunken ist, informierte Fischer. Eröffnet worden war die Jahreshauptversammlung mit Kaffee und Kuchen. Nachdem die Tagesordnung abgearbeitet war, wurde das gemütliche Beisammensein beim Abendessen mit Haxen und Hackbraten fortgesetzt.

Termine: 30. August Tagesfahrt nach Winningen an der Mosel zum ältesten Winzerfest Deutschlands.

von Manfred Schubert

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