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Südkreis Parteien in Fronhausen sehen der Windkraft positiv entgegen
Landkreis Südkreis Parteien in Fronhausen sehen der Windkraft positiv entgegen
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17:58 01.05.2012
Heiner Pfeffer scheiterte mit einem Antrag zur Windkraft. Quelle: Privatfoto
Fronhausen

Während in anderen Kommunen das Thema Windkraft sehr kontrovers diskutiert wird, stehen die drei Parteien im Fronhäuser Parlament dem Bau von Anlagen sehr aufgeschlossen gegenüber. „Wir haben in Fronhausen zwei denkbare Gebiete. Eines davon befindet sich in Gemeindehand und soll vorrangig behandelt werden“, sagte Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber während der Parlamentssitzung am vergangenen Donnerstagabend. Entgegen seiner ursprünglichen Absicht hatte er in Diplom-Geograf Mathias Wolf vom Planungsbüro Holger Fischer aus Linden nun doch einen Experten zur Sitzung der Gemeindevertreter eingeladen. Und daran tat Weber auch gut, denn die Parlamentarier hatten schon einige Fragen an den Experten und ließen sich darüber hinaus auch umfassend von ihm über die spezielle Situation in Fronhausen unterrichten.

Die CDU brachte dennoch einen Antrag mit der Zielrichtung ein, auch die Fläche „Eichwald“, die sich im Privatbesitz befindet, als möglichen Standort von Windkrafträdern sofort mit zu entwickeln. CDU-Fraktionschef Heiner Pfeffer führte unter anderem aus, dass die Union „den Standort Hahnenkopf tendenziell kritischer als den Standort Eichwald“ sehe. „Die Fläche Eichwald besteht zu Teilen aus bisher noch nicht aufgeforsteten Windwurfarealen“, so Pfeffer.

Zudem sei die nächste Wohnbebauung definitiv mehr als 1000 Meter entfernt. Der Hahnenkopf befinde sich hingegen in der Nähe einer Siedlung, wo zudem noch ein Ausflugslokal betrieben werde. „Dies macht die Abstimmung mit der Nachbargemeinde notwendig.“.

Dessen ist sich Bürgermeister Weber bewusst, dennoch setzt er zunächst auf die gemeinde­eigene Fläche, schließlich habe es Priorität, zunächst die Einnahmemöglichkeiten der Gemeinde zu verbessern.

SPD und Bürger für Fronhausen folgten dem Ursprungsantrag und lehnten damit das Ansinnen der CDU ab. Diese enthielt sich schließlich beim Ursprungsantrag, um zum einen deutlich zu machen, dass sie ihren Antrag besser fand, zum anderen aber der Entwicklung am „Hahnkopf“ nicht entgegenstehen möchte. Um größtmöglichen Einfluss auch auf die Fläche ausüben zu können, die sich in Privatbesitz befindet, beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig die Teiländerung des Flächennutzungsplanes zur Darstellung der Konzentration für Windenergieanlagen. Planer Wolf hatte zuvor deutlich gemacht, dass dies unerlässlich sei, um später unter anderem mitbestimmen zu können, wo genau auf der Fläche Windräder entstehen könnten.

von Götz Schaub

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