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„Ostfriesen-Kegeln“ im Ebsdorfer Grund

Bosselturnier „Ostfriesen-Kegeln“ im Ebsdorfer Grund

Eine ostfriesische Tradition ist jetzt auch in den Ebsdorfer Grund gekommen: Am Wochenende fand das erste Bosselturnier in der Gemeinde statt.

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Da geht die Kugel auf die Reise: Jochen, Martin, Dirk, Christoph und Frank geben sich siegessicher: Ihnen geht’s um den Spaß – gewinnen wollten sie das Bosselturnier aber auch.

Quelle: Patricia Kutsch

Mölln. Ein bisschen kegeln, ein bisschen wandern, ein bisschen was trinken und ganz viel Spaß – das ist das Rezept für einen unterhaltsamen Wettkampf unter Freunden. In Teams wird gegeneinander und miteinander „gebosselt“: Das heißt, dass eine festgelegte Strecke von einen Team mit möglichst wenig Würfen der Bosselkugel zurückgelegt werden muss. Dieses Spiel aus dem ostfriesischen Raum hat nun Einzug im Ebsdorfer Grund gehalten. Die Idee haben die Veranstalter von Freunden aus Deckenbach, die seit Jahren bosseln.

Am Wochenende sind 14 Teams beim ersten Bosselturnier in der Gemeinde gegeneinander angetreten. Auf die Beine gestellt hat der Formel-1-Club Rote Erde den Wettkampf. Mindestens vier Personen spielen in einer Gruppe. Wie Jochen Staubitz vom vier Mitglieder starken Formel-1-Club erläutert, treten immer zwei Gruppen gegeneinander an: „So können die Gruppen sich gegenseitig kontrollieren“. Am Ende wird dann das Team zum Bosselmeister gekürt, dass die zwei Kilometer lange Strecke durchs Feld von Leidenhofen bis Mölln mit den wenigsten Würfen der 1,1 Kilo schweren Kugel überwunden hat.

Einen Haken hat der lustige Wettkampf: Bei einem besonders guten Wurf oder wenn die Kugel gegen ein Hindernis oder in den Graben rollt, muss das ganze Team einen Schnaps trinken. Für die weite Strecke ist jedes Team zusätzlich mit einem Bollerwagen, Getränken und Essen ausgestattet. Aber auch der Formel-1-Club hat vorgesorgt: Nach einem Kilometer gibt’s beim Streckenposten frische Verpflegung – am Ziel in Mölln wartet ein großes Zelt mit Biergarten, Würstchen und kühlem Bier. Den vier Veranstaltern helfen bei der Veranstaltung zum 15-jährigen Bestehen des Clubs Freunde und Familie bei Organisation und Bewirtung.

Beim Bosselturnier geht es nicht hauptsächlich ums Gewinnen, sondern vor allem um den Spaß. Und den hatten die Teilnehmer allemal: „Letztes Jahr haben wir in Deckenbach mitgemacht. Das war richtig gut – zumindest das, was wir noch wissen“, erzählt Dirk vom Hamburg-Stammtisch. Sein Team tritt gegen das Team Biogasanlage Mölln an und gibt sich beim Start siegessicher. „Die Platzierung steht im Hintergrund, uns geht es um den Spaß, aber den ersten Platz wollen wir trotzdem mitnehmen.“ Gewonnen haben aber die „Bierschis“. Sie legten die Strecke mit 34 Würfen zurück. Im Schnitt braucht man laut Staubitz rund 50 Würfe.

von Patricia Kutsch

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