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„Ortsdurchfahrt ist jeden Tag Thema“

Verkehr in Niederweimar „Ortsdurchfahrt ist jeden Tag Thema“

Der Durchgangsschwerlastverkehr ist definitiv aus Niederweimar verschwunden. Das lässt die Menschen aufatmen. Nun muss ein Konzept gefunden werden, das die Pkw für alle verträglich zu ihren Zielen führt.

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Über die Kreuzung Huteweg/Herborner Straße läuft derzeit in Niederweimar der meiste Verkehr.

Quelle: Thorsten Richter

Niederweimar. Das Dorf Niederweimar ist ganz sicher ein so beliebter Zuzugsort, weil die Infrastruktur einfach stimmt und verlässlich ist. Zwei Lebensmittelmärkte, Tankstelle, Apotheke, Grundschule und Kindergarten, zwei Banken und zahlreiche Fachgeschäfte sorgen nun mal auch für weitaus mehr Autoverkehr als es in anderen Orten der Fall ist.

„Wir wollen natürlich auch unsere gewerbetreibenden unterstützen und freuen uns über so viele Kunden“, sagt Weimars Bürgermeister Peter Eidam. Doch auch zum Schutze der Anwohner und der Fußgänger, die die noch breite Ortsdurchfahrt kreuzen müssen, möchte man jetzt, wo die Ortsumgehung fertiggestellt ist, etwas machen. „Es geht darum, Lösungen zu finden, mit denen möglichst alle Interessenten berücksichtigt werden“, so der Bürgermeister weiter, wobei auch er weiß, dass es wohl niemals klappen wird, alle unter einem Hut zu bekommen.

Aber um die bestmöglichen Lösungen schließlich auch umsetzen zu können, bedarf es auch längerer Diskussionen. „Manche Dinge könnten sehr einfach sein, hängen dann aber an vermeintlichen Kleinigkeiten, die jedoch größere Planungen nach sich ziehen, die auch ins Geld gehen können“, sagt Eidam. Ein Paradebeispiel dafür sei der Abzweig nach Haddamshausen. Sinngebend wäre eigentlich ein Vorfahrtsverlauf für die Landesstraße, die dann von Haddamshausen kommend weiter Richtung Wenkbach verlaufen würde. Doch Erfahrungen zeigen auch, dass die meisten Autofahrer nicht diesem Verlauf folgen, sondern nach Niederweimar abbiegen. Zudem könne die Straße nicht ohne Weiteres zur Vorfahrtsstraße umgebaut werden, weil die Straßenoberflächen, was die Ausrichtung des Gefälles für das Oberflächenwasser angeht, unterschiedlich seien.

„Die Ortsdurchfahrt ist jeden Tag Thema in unserer Gemeindeverwaltung, weil es so komplex ist und viele Erwartungen daran geknüpft werden“, informiert Eidam. Weitere Gespräche mit Hessen Mobil sind bereits angemeldet. Willi Kuntze von Hessen Mobil bestätigt, dass die Ortsdurchfahrt von Niederweimar - wie auch die von Oberweimar - sofern sein Amt dafür zuständig ist, in einen Zustand gebracht werden soll, in dem die Übernahme durch die Gemeinde reibungslos vonstatten gehen kann.

Eine unausweichliche Änderung ist wohl schon absehbar, auch wenn sie vielleicht nicht so gerne gesehen wird: Wie die Ampel in Oberweimar, wird wohl auch die Ampel am Ortsausgang von Niederweimar in Richtung Oberweimar beziehungsweise Haddamshausen aufgrund des veränderten Verkehrsaufkommens wegfallen. Hingegen hat die Ampel in der Mitte des Dorfes gute Chancen, bestehen zu bleiben, weil der Verkehr der über den Huteweg einströmt beziehungsweise aus Richtung Gisselberg nach Niederweimar kommt, deutlich höher ist. Letztendlich sei auch darauf zu achten, dass während der Bauphasen, die Geschäfte möglichst immer gut erreichbar bleiben“, so Eidam.

von Götz Schaub

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