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Südkreis Für "Abkürzer" wird's unattraktiv
Landkreis Südkreis Für "Abkürzer" wird's unattraktiv
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00:31 15.10.2018
Heskems Ortsdurchfahrt soll umgestaltet werden.  Quelle: Tobias Hirsch
Heskem

Der Ortsbeirat ist glücklich. Das bestätigt Mitglied Sebastian Lemmer. Natürlich ist der Verkehr nicht einfach weg, aber er wird zu ganz großen Teilen raus aus dem Ortskern genommen sein, wenn die Ortsumgehung für Heskem fertig ist.

Und wenn dann auch noch der angedachte Busbahnhof 2020 oder 2021 gebaut wurde, jubeln wohl auch die Anlieger der Straße „Zur Gesamtschule“, die bisher den ganzen Schulbusverkehr vor ihrer Nase haben. „Wenn der Busbahnhof kommt, muss kein Schulbus mehr durch Heskem fahren“, verspricht Bürgermeister­ Andreas Schulz.

Gleichwohl wird es aber im Ortskern weiterhin Bushaltestellen geben, aber die sind dann ausschließlich für den normalen Linienverkehr. Der Bürgermeister rechnet mit einer Fertigstellung der Ortsumgehung zum April 2019.

Dann soll Heskem sofort für den Durchgangsverkehr dicht gemacht werden, um den Umbau der Straße auf Höhe der evangelischen Kirche zu beginnen. Dafür werden 450 000 Euro bereitstehen. Jetzt endlich könne man die Ideen umsetzen, die in Tagen der Dorferneuerung aufgrund des Durchgangverkehrs nicht umsetzbar waren.

Der mittlere Kernbereich auf Höhe der Kirche soll gepflastert werden, die anschließenden Teilstücke asphaltiert. Natürlich wird die Straße dann keine Landesstraße mehr sein.

Sie wird Kreis- und Gemeindestraße sein. Von der Einmündung Gießener Straße in Richtung Kreisel und L 3048 wird sie Kreisstraße sein. Zur anderen Seite, also von der Gießener Straße aus in Richtung Dreihausen wird sie Gemeindestraße werden.

Alternativstandort auf selber Straßenseite

Die Bushaltestellen im Ort werden verlegt. Für die Haltestellen in der Heskemer Straße­ soll es für beide Richtungen ein gemeinsames Wartehäuschen geben. Priorisiert ist der Standort, der in der Karte als roter Quader zu sehen ist.

Allerdings gibt es auch noch einen Alternativstandort auf der selben Straßenseite, aber dann rechts von der Kirche aus gesehen. Die Gehwege sollen keinen Hochbord mehr haben, aber sie werden auch nicht auf einem­ ­Höhenniveau mit der Straße sein.

Angedacht ist ein Höhenunterschied von sechs Zentimetern. Da zwei Grundstückseigentümer aus ihrem Besitz­ noch Fläche hinzusteuern, kann der Platzcharakter rund um die Kirche weiter verfolgt werden. Nach Abschluss der ­Arbeiten soll im Dezember 2019 an der Kirche ein Weihnachtsmarkt stattfinden.

von Götz Schaub