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Südkreis „Oh, happy Day“ beschwingt das Publikum
Landkreis Südkreis „Oh, happy Day“ beschwingt das Publikum
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16:59 03.05.2017
Beim Gospel „Oh, happy Day“ hielt es beim Konzert von „N-Joy“ in der evangelischen Kirche Oberweimar keinen mehr auf seinem Sitzplatz. Quelle: Mareike Bader
Weimar

Nur wenige Plätze waren noch frei in der evangelischen Kirche in Oberweimar. Wer zu spät kam, wurde direkt auf die beiden Emporenetagen­ geleitet. Doch das war fast ein Vorteil. Hier standen die Besucher, hatten einen Blick auf den gesamten Chor und konnten dann auch gleich ein bisschen Mittanzen. Denn der Gospelchor „N-Joy“ hatte für das Programm nicht nur traditionelle Gospel ausgewählt, sondern auch Popsongs, wie „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel oder als Hommage an den Doo-Wop Billy Joels „For the longest Time“. Wobei es am Ende doch der Gospel-Klassiker schlechthin, „Oh, happy Day“, war, bei dem es keinen auf seinem Sitzplatz hielt und alle mittanzten.

Das Auftaktkonzert zur neuen Saison war gleichzeitig auch ein Benefizkonzert für die Diakoniestation Fronhausen-Lohra-Weimar. „Es geht hier um die Anerkennung der Arbeit der Schwestern und um die Patienten“, unterstrich Pfarrer Dirk Vilbert. Mit Blick auf die gutbesuchte Kirche sagte er: „Ich freu‘ mich immer, wenn die Kirche so voll ist wie jetzt.“1997 als Jugendchor gegründet, hat sich „N-Joy“ unter der Leitung von Matthias Heuser längst als Gospelchor in Gottesdiensten, Konzerten, Treffen von jungen Chören, vielen Hochzeiten, Geburtstagen und Festen im Marburger Land etabliert.

Mitreißende Lieder, vielstimmig und vielseitig

Und die etwa 50 Laiensängerinnen und -sänger erweitern auch weiterhin ihr Repertoire. So wurde auch die „Vater Unser“-Vertonung „Baba Yetu“ ruhig und dennoch kraftvoll gesungen – und auf Swahili. „Daran haben wir uns ganz schön abgenagt“, gab Chorleiter Matthias Heuser zu. Vielstimmig und vielseitig präsentierte sich der Chor einmal mehr, der auch hier von Hubert Kräuter mit Percussion unterstützt wurde. Das Publikum war längst begeistert und feierte „N-Joy“ mit tosendem Applaus. So auch beim Projektlied „Wunder geschehen“, das ganz anders als der Nena-Hit daherkam und von Astrid Schwarz an der Geige und Hubert Kräuter begleitet wurde.

Die Sänger traten aber nicht nur geschlossen als Chor auf, sondern übernahmen hie und da auch Soloparts. So Frank Brunnert, der sogar ohne Mikrophon bei der deutschen Version des Gospels „Swing Low Sweet Chariot“, „Das geht mir unter die Haut“ die Strophen übernahm. Und bei „Kyrie eleison“ von Mr. Mister traten Simone und Lothar Preis sogar ins Duett.

Immer wieder wurden die mitreißenden Lieder durch Schnippen rhythmisch unter­stützt. Beim Mitklatschen stimmte das Publikum mit ein, wie beim zweiten Lied des Konzertes, „Lord reign on me“. Wie ein Kontrast bei diesem vielseitigen Konzert wirkten schöne Balladen, wie „Worthy of all praise“, bei dem der schöne harmonische Gesang des Chores die Kirche erfüllte. Und weil es so schön war, wurde es am Ende noch einmal gesungen. Die Sänger zogen dabei aus der Kirche aus und stellten sich wie zum Spalier im Ausgang auf und verabschiedeten damit die etwa 300 Besucher des rundum gelungenen Konzertes.

von Mareike Bader

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