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Noch offene Fragen zu Rathaus und Altenheim

Seniorenheim Noch offene Fragen zu Rathaus und Altenheim

In der Sitzung des Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschusses ging es um die Änderung des Bebauungsplans „Auf den langen Strichen“, und somit um die rechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung einer Senioren-Wohn- und Pflegeeinrichtung.

Lohra. Edmund Heinz (FWG) gab zu bedenken, dass es sich um ein 70 Meter langes, zweigeschossiges Gebäude handle, das er dort als überdimensioniert ansieht. Außerdem laufe der Verkehr dazu weitgehend über die recht enge Schnurrgasse, kritisierte Heinz.

Die Fraktionsvorsitzenden Kurt Schwald (SPD) und Werner Waßmuth (CDU) wiesen auf die Wichtigkeit eines Seniorenzentrums für Lohra hin und Waßmuth fügte hinzu, dass eine Wohnanlage für 48 Senioren nicht so viel Autoverkehr mit sich bringe, als wenn Einzelhäusern entstehen würden. Und ein Bebauungsplan liege für dieses Gebiet seit Jahren vor, fügte Bürgermeister Georg Gaul (parteilos) hinzu.

Wir sollten uns freuen, dass Lohra eine Senioren-Wohn- und Pflegeanlage bekommt und die Sache nicht zerreden, beendete Ausschussvorsitzender Heinz Werner Weimer die Diskussion. Die Änderung wurde mit 4 Ja-, bei 3 Nein-Stimmen und einer Enthaltung befürwortet.

Fragen zu Ausgleichsfläche bleiben noch offen

Zwei CDU-Vorlagen beschäftigen sich mit der Rathaussanierung (die OP berichtete). Erst in ihrer vorigen Sitzung hätten die Gemeindevertreter Informationen darüber erhalten, kritisierte Waßmuth. Er warb dafür, noch keinen Beschluss zu fassen und Schwald schloss sich dem an, damit die Gemeindevertreter mehr Informationen erhalten.

Das 1982 erbaute Rathaus habe von Anfang an Baumängel gehabt, erklärte Gaul. Mängel wie Schimmelbildung und Nässe im Keller, die unmittelbar die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden, müssten saniert werden. Alles andere wollen die Gemeindevertreter genau prüfen. Die Vorlagen sollen von der Gemeindevertretung am Donnerstag wieder in die Ausschüsse verwiesen werden, erklärten die Gremiumsmitglieder.

In der nachfolgenden Sitzung des Haupt-, Finanz- und Sozialausschusses ging es um Kaufvertragsregelungen mit dem Investor Recona, der das Altenwohn- und Pflegeheim errichten will. Recona hat das Gelände von den Eigentümern gekauft und die Gemeinde muss Flächen für die Gehwege an der Konrad-Gaul-Straße und das Gelände für eine Zisterne für 10 Euro pro Quadratmeter zurückkaufen. Außerdem muss die Gemeinde eine Ausgleichsfläche ausweisen. Fragen dazu will Gaul am Donnerstag beantworten. Folglich gab der Ausschuss keine Beschlussempfehlung.

Gaskonzession: Fachbüro soll Vertrag ausarbeiten

Der freiberufliche Unternehmensberater Friedhelm Liers, der Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe optimiert, informierte die Ausschussmitglieder über seine Studien: Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung seien sehr engagiert, sagte Liers, und es gelte die Arbeitsabläufe zu optimieren und Bürgernähe zu realisieren. Bei der Umsetzung von Ideen, die mit kostspieligen Umbauten im Rathaus einhergehen, wollen die Ausschussmitglieder bewerten, was nötig und sinnvoll ist, war die einhellige Meinung. Der Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss nahm die Vorlage zur Kenntnis.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Vergabe der Konzession für das Gasverteilnetz in der Gemeinde Lohra. In interkommunaler Zusammenarbeit mit Fronhausen und Cölbe soll ein Fachbüro den Vertrag ausarbeiten. Die Mitarbeiter der Gemeinde könnten eine solch spezielle Aufgabe nicht schultern, begründete Gaul seinen Vorstoß. Es entstünden Kosten von rund 6000 Euro, so Gaul. Die Ausschussmitglieder befürworteten die Vorlage einstimmig.

von Anita Ruprecht

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