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Niederweimarer Wehrleute raufen sich zusammen

Feuerwehr Niederweimar Niederweimarer Wehrleute raufen sich zusammen

Es geht allmählich, auch mit personellem Zuwachs, aufwärts in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Niederweimar.

Niederweimar. Allerdings wünscht sich Wehrführer Uwe Matthäi, noch mehr Ruhe hineinzubekommen, „damit wir in Frieden zusammenarbeiten können“, erklärte er während der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Niederweimar, zu der am Samstag 15 Teilnehmer ins Feuerwehrhaus kamen.

In seinem Bericht wie auch im Grußwort von Bürgermeister Peter Eidam waren die persönlichen, zum Teil innerfamiliären Differenzen zwischen Mitgliedern angesprochen worden, ohne diese im Detail auszuführen, die zum Rückgang an aktiven Feuerwehrleuten geführt hatten.

Matthäi freute sich, eine „vorsichtig positive Bilanz“ ziehen zu können. Im vergangenen Jahr sind vier neue Mitglieder zur Einsatzabteilung hinzugekommen, je zwei aus der Jugendfeuerwehr und durch Zuzug. Nun sind es insgesamt 14 Einsatzkräfte, wobei vier aus Wehren der Nachbarorte kommen, um die Tagesalarmstärke zu unterstützen.

Zu den 17 Einsätzen des vergangenen Jahres, darunter sieben Hilfeleistungen und zehn Brandeinsätze inklusive Fehlalarmen, rückten in der „normal Bereitschaftszeit“ im Durchschnitt sieben Helfer aus, bei Tagesalarmen (zur Berufszeit) waren es weniger.

Belastende Einsätze fürdie Feuerwehrkameraden

Besonders in Erinnerung bleibe der Einsatz am heißesten Tag des Jahres im August im Seepark, als ein Mann ertrank, nicht nur wegen der Hitze, sondern wegen der Behinderung der Anfahrt und der Beschimpfung der Einsatzkräfte durch einige Badegäste. „Das war ganz übel“, unterstrich der Wehrführer.

Gemeindebrandinspektor Markus Herrmann hob hervor, dass 2012 mit 17 Einsätzen etwas ruhiger gewesen sei, aber dennoch zwei Todesopfer zu beklagen waren. Besonders belastend sei auch ein Selbstmord am Bahnhof im November gewesen. „Achtet auf die Kameraden, damit nichts hängen bleibt“, mahnte er.

Zu den Umwälzungen des vergangenen Jahres habe die Fahrzeug-Umstellung gehört, auf lange Sicht solle die Werkstatt des Gemeinde-Gerätewarts nicht im Hause bleiben, da die räumlichen Verhältnisse sehr beengt seien. Matthäi bezeichnete den Tausch des Löschgruppenfahrzeugs gegen das kleinere aus Niederwalgern im Februar 2012 als richtige Entscheidung, da für dieses, bei fast gleicher Ausstattung, mehr mögliche Fahrer zur Verfügung ständen.

Jugendwart Dirk Grebe-Grotefend konnte ebenfalls Positives berichten. Erstmals seit 15 Jahren hätten wieder vier Jugendliche die Leistungsspange erworben. Für dieses Jahr sei unter anderem die Teilnahme am Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren geplant. Die Nachwuchsabteilung hat unverändert acht Mitglieder. Es sei wichtig, weitere zu werben, eventuell werde man im April oder Mai zu diesem Zweck in die Schule gehen.

von Manfred Schubert

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