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Niederwalgerns Ortsbeirat erwartet Rückmeldung

Keine Reaktion von Gemeinde Weimar Niederwalgerns Ortsbeirat erwartet Rückmeldung

Der Ortsbeirat von Nieder­walgern zeigte sich unzufrieden, nachdem sowohl auf neuere als auch ältere Anliegen keine Reaktionen von der Gemeinde ­kamen. Auch die angestrebte Veränderungssperre und die Änderung des Bebauungsplans kamen zur Sprache.

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Der Ortsbeirat Niederwalgern sieht Verbesserungspotenzial bei der Gemeinde Weimar.

Quelle: Lisa Rösser

Niederwalgern. Was man an die Gemeinde weitermelde, das bleibe liegen und unbeachtet, schien das Grundthema der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Niederwalgern zu lauten. So habe man auf die Anfragen, Stellungnahmen und Forderungen der jüngeren, aber auch weiter zurückliegenden Zeit keine Rückmeldung erhalten.

Die Veränderungssperre und Änderung des Bebauungsplans, deren Umsetzung derzeit viele­ in Niederwalgern und Wenkbach umtreibt, waren dabei insgesamt das wohl wichtigste Thema. Nachdem eine kurzfristige Sperre von Bürgermeister Peter Eidam wegen fehlender Rechtssicherheit einkassiert worden war, haben Gemeindevertreter kürzlich eine neue Variante beschlossen.

Fachmann hält Bebauungsplan für unzulässig

Wie diese genau aussieht, müsse der Gemeindevorstand nun öffentlich machen, hieß es in der Sitzung des Ortsbeirates. Anschließend wird die Veränderungssperre rechtskräftig, wonach der Bebauungsplan zu ändern ist und zumindest eine­ ­Erweiterung des geplanten­ ­Logistikzentrums zwischen Wenkbach und Niederwalgern verhindert wäre.

Zu diesem Thema äußerten sich auch anwesende Vertreter der Bürgerinitiative. Es sei ein Fachmann gefunden und involviert, der sich mit vergleichbaren Vorhaben auskenne, und eine Klage sei bereits vorbereitet. Demnach sei schon der ­bereits geltende Bebauungsplan im Grunde nicht zulässig, da er bestimmte Vorgaben und Normen verletze, insbesondere­ was Lärmbelästigung, Vogelschutz und den Schutz vor Überschwemmung betreffe.

Ob die Klage allerdings auch mit einem Baustopp einhergehen werde, sei derzeit nicht sicher. Mit Blick auf das Konfliktpotenzial innerhalb der ­Gemeinde kommentierte Ortsvorsteher Hans-Heinrich Heuser: „Die Gemeinde wird damit noch lange zu tun haben. Das geht nicht ohne Blessuren ab. Es wird dauern, bis das irgendwann alles wieder zusammengewachsen ist.“

Weitere Themen: Martinsweiher, Schulzufahrt, Friedhof

Dieses Bild von Entfremdung von der Gemeindeführung setzte sich auch in anderen besprochenen Bereichen fort. So habe man zur Sicherung am Martinsweiher von der Gemeinde bisher nichts gehört, obwohl das Thema eigentlich vom Gemeindevorstand besprochen werden sollte. Und auch bezüglich der generellen Situation der Schulzufahrt habe sich nach Kenntnis des Ortsbeirats nichts getan.

Der Ortsbeirat wünscht sich, dass die Schulzufahrt sowohl in ihrem Verlauf als auch was den Busfahrplan betrifft noch einmal überprüft wird. Weiterhin wurde etwa ein Loch in der ­Hecke des alten Friedhofs ­moniert, dem man derzeit ebenfalls eher mit Resignation­ ­gegenübersteht. „Man sieht ja immer wieder, was passiert, wenn wir irgendwas an die ­Gemeinde geben: Nichts.“

von Lisa Rösser

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