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„Quantensprung“ für die Feuerwehr

Neues Fahrzeug „Quantensprung“ für die Feuerwehr

Hell, modern und gut sortiert – über ein brandneues Einsatzfahrzeug mit vielen Extras freut sich die Feuerwehr Beltershausen-Frauenberg.

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Neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr: Im Beisein von Feuerwehrkameraden aus Beltershausen sowie Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker (Fünfter von rechts) nahm Wehrführer Manfred Happel (von rechts) von Bürgermeister Andreas Schulz die Fahrzeugschlüssel entgegen.

Quelle: Ina Tannert

Frauenberg. Die Indienststellung eines neuen Fahrzeugs ist wohl für jede Freiwillige Feuerwehr ein Großereignis. Für die Beltershäuser Brandschützer ist das letzte sogar schon über 30 Jahre her. Denn das alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Truppe trat bereits 1987 seinen Dienst an und ist längst nicht mehr zeitgemäß für heutige Anforderungen. Dem schafft das neue TSF-W Abhilfe, das die Gemeinde der Wehr am zweiten Advent und im Beisein zahlreicher Kameraden aus der Nachbarschaft übergab.

Den langen Weg des neuen Schmuckstücks der Feuerwehr bis zur Indienststellung fasste Wehrführer Manfred Happel zusammen. Bis zu sechs Einsatzkräfte finden Platz in der 180 PS starken Maschine, die einige Neuerungen für den Einsatz und ein praktisches Innenleben bereithält.

Wassertank mit 900 Literns Fassungsvermögen

Neu ist im Vergleich zum alten Fahrzeug unter anderem der integrierte Wassertank mit 900 Litern Fassungsvermögen, der die Truppe unabhängiger von der Wasserversorgung macht. Eine­ Pumpe mit zehn Bar fördert bis zu 1000 Liter innerhalb einer Minute durch die Schläuche. Das neue TSF-W verfügt zudem über deutlich mehr und intensivere Beleuchtung rund um das Fahrzeug samt einem ausfahrbaren pneumatischen Lichtmast, um etwa Einsatzorte in der Dunkelheit hell ausleuchten zu können. „Für den Schutz der Bevölkerung und der Feuerwehr hat sich viel getan“, fasste Happel lobend zusammen.

Eine wichtige Neuerung ist zudem die fest installierte Tragkraftspritze, die künftig nicht mehr vor jedem Löscheinsatz aus dem Fahrzeug gehievt werden muss. Die Spritze musste­ bisher aus Sicherheitsgründen­ von vier Einsatzkräften gehoben werden. Sie kann nun an Ort und Stelle verbleiben. Das ermöglicht den schnelleren Einsatz mit einer geringeren Mannschaftsstärke. „Jetzt können schon drei Personen mit dem Fahrzeug arbeiten“, lobte Happel diese Neuerung.

Von der Rettungsleiter bis zum Schaummittel

Besonders aus logistischen Gesichtspunkten kann das neue Gefährt glänzen: akribisch hatte die Wehr das Innenleben ­ihres künftigen Wagens geplant und für verschiedene Einsatz-Anforderungen konzipiert. Fast lückenlos konnte die Truppe sämtliches Material sicher und schnell erreichbar unterbringen – von der Rettungsleiter bis zum Schaummittel. Das notwendige Equipment für den Löschtrupp wie für den Angriffstrupp wird getrennt jeweils auf einer Seite­ des Fahrzeugs angeordnet, „man kommt sich nicht mehr in die Quere“, erklärt der Feuerwehrchef.

Auch Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker hob die praktische, moderne technische Ausstattung des neuen Fahrzeugs hervor und dankte allen Beteiligten für ihre langwierige Mitarbeit. „Das ist schon eine Hausmarke und ein Quantensprung, den wir hier machen“, betonte Eucker.

Mehr als zwei Jahr für Planung und Produktion

Planung und Produktion des neuen Fahrzeugs, das bereits im September 2015 im Feuerwehrbedarfsplan landete, nahmen mehr als zwei Jahre in ­Anspruch.

Die Neuanschaffung kostete 113 000 Euro, berichtete Bürgermeister Andreas Schulz bei der feierlichen Übergabe. Davon übernahm die Gemeinde rund 72 000 Euro. Die Landesregierung steuerte 36 000 Euro bei. Das alte Fahrzeug konnte noch für 5500 Euro verkauft werden.

Als sichtbares Zeichen, dass das neue Schmuckstück nun von Gemeindehand in die Hand der Feuerwehr wandert, überreichte Schulz dem Wehrführer unter dem Applaus der Anwesenden den Fahrzeugschlüssel. Das neue Gefährt sei nicht nur eine moderne Bereicherung für den Ortsteil, sondern auch „die Blaupause für weitere Fahrzeuge“, betonte der Gemeindechef.
Neben den Einsatzwagen für Dreihausen und Beltershausen-Frauenberg, sollen künftig auch die Wehren aus Heskem-Mölln, Roßberg und Rauischholzhausen ein neues TSF-W erhalten. Das wären dann „fünf neue Fahrzeuge in kurzer Zeit – das zeugt davon, dass die Gemeinde Ebsdorfergrund die Feuerwehr-Arbeit ernst nimmt“, hob Schulz hervor.

von Ina Tannert

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