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Neuer Spielplatz nimmt Formen an

Niederweimar Neuer Spielplatz nimmt Formen an

Für den neuen Spielplatz im Baugebiet „Am Roten Weg“griffen 30 Niederweimarer selbst zum Spaten - trotz des wechselhaften Wetters.

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Für den neuen Spielplatz packten die Niederweimarer an, trotz Regen- und Hagelschauer.Fotos: Andreas Schmidt

Niederweimar. Es geht voran: Am Samstag fand ein „Bürgereinsatz“ am neuen Spielplatz im Baugebiet „Am Roten Weg“ statt. Pünktlich um 9 Uhr sieht es noch danach aus, als würde der Einsatz ausfallen: Es regnet wie aus Eimern, nur eine Hand voll Menschen hat sich am Rand des langen Spielplatz-Streifens versammelt.

Unter ihnen Marcus Ott. Der Jugendpfleger ist sich jedoch sicher: „Es wird gleich aufhören zu regnen. Ich habe im Internet beim Regenradar nachgeschaut - demnach müsste es gleich besser werden.“ Außerdem habe man den Beginn des Einsatzes auf 10 Uhr verschoben. Der Grund: Vorher gibt es einen Rundgang mit dem Straßenplaner durch das Neubaugebiet - er erörtert mit den Anwohnern Fragen, die noch offen sind, bevor es am 2. Mai mit dem Straßenbau in Niederweimars „neuem Ortsteil“ losgeht.

Und Marcus Ott soll recht behalten: Gegen 10 Uhr haben sich bereits zahlreiche Bewohner, ausgestattet mit Spaten, Schippen und Rechen, auf dem 135 Meter langen, schmalen Streifen versammelt. Mit dabei neben dem Ortsbeirat auch Bürgermeister Peter Eidam. Ein Traktor mit Egge lockert den Boden auf, ein Mini-Bagger schachtet den Teil des Spielplatzes aus, an dem später der gepflasterte Weg verlaufen soll.

Indes sind die Weimarer am Schippen und Rechen, sammeln etwa die großen Steine aus der Erde und bereiten so das Aussäen von Gras vor. Andere bringen an der Lärmschutzwand des Sportplatzes Latten für den Zaun an. Die Zaunlatten werden aber nicht einfach gekauft und angeschraubt. „Vielmehr gestalten die Kinder die Zaunlatten in der Grundschule“, verdeutlicht der Jugendpfleger.

Dass alle anpacken, ist im Konzept des Spielplatzes begründet: Es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Kinder und Eltern haben gemeinsam entschieden, was auf dem Spielplatz gebaut wird - ebenso wie der Seniorenrat.

Seit April vergangenen Jahres fanden Planungstreffen statt. „Einige Ideen mussten auch verworfen werden, wie etwa ein alter Traktor. Das wäre zu unsicher geworden“, sagt Ott. Aber nun sind die Planungen abgeschlossen, es geht an die Umsetzung.

Für „Piratenschiff“ sind noch Spenden willkommen

In der Woche vor dem Arbeitseinsatz war der Bauhof aktiv, hat die Gerüste einbetoniert und so die Grundlage geschaffen. Nun sind die Bürger dran und helfen bei der Umsetzung der Pläne.

„Ich bin von der Resonanz begeistert“, sagt Bürgermeister Peter Eidam, während er mit einem Rechen den Seitenstreifen begradigt. Der Spielplatz sei „wichtig für das Baugebiet“ und darüber hinaus. Und das Konzept, alle mit zu beteiligen, sei ein großer Erfolg und auf sehr gute Resonanz gestoßen. Auch bei der Geschäftswelt: So stellt beispielsweise das Unternehmen Cemex, also die Kiesgrube, das Material zum Pflastern zur Verfügung, was die Projektkasse entlastet.

Die könnte jedoch noch etwas praller gefüllt sein, wie Marcus Ott erläutert: „Das Piratenschiff können wir noch nicht realisieren, denn die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Spenden werden gerne angenommen.“ Der Rest des Spielplatzes soll bis zu den Sommerferien fertig sein. Und dazu tragen die Weimarer mit bei: Zwar müssen sie sich bis in die frühen Abendstunden immer wieder vor starkem Regen und stellenweise Hagel in Sicherheit bringen. Dennoch haben sie am Samstag ein gutes Stück geschafft.

von Andreas Schmidt

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