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Neue Radwege rund um Wittelsberg

Netz vor der fertigstellung Neue Radwege rund um Wittelsberg

Der„Lange Hessen Radweg“ wurde in Wittelsberg weitestgehend geschlossen. Für den Bau der Achse von Heskem nach Beltershausen steht die Gemeinde in den Startlöchern.

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Bürgermeister Andreas Schulz zeigt den neu ausgebauten Radweg vor den Toren des westlichen Wittelsbergs. Dort wurde der Wirtschaftsweg auf einer Breite von 3,5 Metern ausgebaut.

Quelle: Martina Becker

Wittelsberg. „Das Flurbereinigungsverfahren hat den Radwegelückenschluss am „Langen Hessen“ sowohl östlich als auch westlich von Wittelsberg schneller möglich gemacht als geplant“, informierte Andreas Schulz bei der Vorstellung der neuen Wegführungen. „Froh“ war der Bürgermeister, dass das „ärgerliche“ Nadelöhr am östlichen Ortsausgang von Wittelsberg jetzt umfahren werden kann. Bis vor kurzem mussten die von Rauischholzhausen kommenden Radfahrer am Ende des Radweges auf die abschüssige Ortseinfahrt, die alte Landesstraße 3048 wechseln. Jetzt steht ein 3,5 Meter breiter ausgebauter Wirtschaftsweg, den es vorher nur als Grasweg gab, mit einer Anbindung auf die Straße „Auf dem Sand“ zur Verfügung.

Diese Lösung ist bei einem Ortstermin zu Beginn der Dorferneuerung gefunden worden, erinnerte Schulz. Im Zuge der Dorfentwicklung soll für die Radfahrer der Weg durch die Ortslage, sprich die Hirtenwiesenstraße geschaffen und neu ausgeschildert werden. An der westlichen Ortsseite wurde der Wirtschaftsweg auf einer Breite von 3,5 Metern ausgebaut. Er reicht nun vom Ortseingang Wittelsberg bis zur Gemarkungsgrenze von Heskem.

400 Meter müssennoch asphaltiert werden

Um den 27 Kilometer umfassenden „Lange Hessen Radweg“ in der Gemeinde Ebsdorfergrund komplett zu schließen, fehlt jetzt nur noch ein rund 400 Meter langes Teilstück in der Heskemer Feldflur, vor der Gemarkungsgrenze von Wittelsberg. Dieses soll im Frühjahr auf eine Breite von drei Metern asphaltiert werden. 50000 Euro wird sich die Gemeinde diese Restanbindung kosten lassen. 125000 Euro haben das Land Hessen, der Vorstand der Flurbereinigung und die Gemeinde in den bisherigen Ausbau der genannten Wirtschaftswege, der auch der Komplettierung des Radwegenetzes diente, investiert.

„Bis spätestens zum Frühjahr hofft die Gemeinde auch den Bewilligungsbescheid zum Bau des Radweges zwischen Heskem und Beltershausen in den Händen zu haben“, erläuterte Schulz die weiteren Absichten der Gemeinde. Eigentlich sei der Bau eine Sache des Landes Hessen, so der Verwaltungschef. Weil das Land dafür kein Geld hat, die Radwegeverbindung aber notwendig ist, hat Hessen Mobil der Gemeinde geraten, einen Antrag auf Förderung zu stellen. Damit kann sie den Radweg mit 25 Prozent Eigenmitteln selbst bauen. Der entsprechende Antrag wurde im September 2012 gestellt. „Wir sind bereit, dem Land Hessen eine Aufgabe und Kosten abzunehmen und hören nun nichts mehr davon“, sagt Schulz. Das sei vor allem ärgerlich, weil die Gemeinde für die Antragstellung bereits eine Baugrunduntersuchung im Wert von 2280 Euro lassen machen musste. Jetzt hofft der Bürgermeister auf eine Bewilligung in 2014. 295000 Euro soll dieses Radwegeprojekt kosten.

Die Landesförderung in Höhe von 221200 Euro komme dabei aus Bundesmitteln. Ein weiterer Grund warum die Gemeindeverantwortlichen die 16-monatige Wartezeit auf den Bescheid nicht verstehen wollen. „Wenn wir schon die Aufgaben des Landes übernehmen, sollte das Land wenigstens zeitnah die Fördermittel des Bundes an uns weiterleiten“, macht der Bürgermeister Druck. Die Trasse steht fest, Baurecht ist geschaffen und die Gemeinde bereit, 73800 Euro beizusteuern. Wenn der Radwegelückenschluss von Heskem nach Beltershausen gebaut ist, fehlt im Grund nur noch der Radwegelückenschluss von Dreihausen nach Roßberg. Für diesen ist das Land alleine zuständig. Dann wurden in Ebsdorfergrund zwölf Radwegeverbindungen geschaffen. Drei davon verbinden die Gemeinde mit den Nachbarkommunen Rabenau, Marburg und Fronhausen und binden sie an das überörtliche Radwegenetz an.

von Martina Becker

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