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Neue Genossenschaft zapft die Sonne an

Solarenergie Neue Genossenschaft zapft die Sonne an

Geht es nach den Plänen von Gemeinde und Raiffeisenbank Ebsdorfergrund, können sich die Bürger ab dem Sommer an einer Genossenschaft beteiligen, die Photovoltaikanlagen vor Ort betreiben will.

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Quelle: OP

Dreihausen. Angestoßen von der im Ebsdorfer Grund ansässigen Genossenschaftsbank und dem Gemeindevorstand, wird die Gemeindevertretung am 8. März darüber bestimmen, ob die „bürgersolar eG“ gegründet werden soll. Mit der Genossenschaft verfolgen die Partner das Ziel, mehr Strom aus regenerativen Energiequellen vor Ort zu gewinnen und die Wertschöpfung daraus in der Gemeinde zu behalten. Zum anderen bietet die Genossenschaft Bürgern und Unternehmern die Chance, sich nach ihren Möglichkeiten an der Energiewende zu „beteiligen“ und daran zu verdienen.

Das geht zum Beispiel, indem man eigene Dach- oder andere für Kollektoren geeignete Flächen gegen Pacht zur Verfügung stellt. Es ist aber auch möglich, sich über Anteile in die Genossenschaft einzukaufen. Erwirbt man einen oder mehrere Anteile im Wert von jeweils 500 Euro, trägt man zum Eigenkapital bei, dieses kann investiert werden und man erhält im Gegenzug eine Dividende, die sich am Ertrag bemisst. Die Geldanlage biete auch denen die Möglichkeit, sich zu beteiligen, die keine geeigneten Dachflächen für eine Photovoltaikanlage hätten oder nur zur Miete wohnten, freut sich Bürgermeister Andreas Schulz.

Angesprochen seien aber auch die, die den Aufwand scheuten, selbst als Sonnenunternehmer tätig zu werden. Die Gemeinde bringt das Dach des Bauhofs in Heskem als nutzbare Kollektorfläche und gemeinsam mit der Bank einen Teil des Dachs der Gemeindeverwaltung in Dreihausen in die Genossenschaft ein – ohne Miete zu verlangen. Darüber hinaus stünden weitere gemeindeeigene (Dach)-Flächen von Bürgerhäusern, Kindergärten oder Feuerwehrhäusern, aber unter Umständen auch im Bereich von Kläranlagen, zur Verfügung, berichtet der Bürgermeister.

von Michael Agricola

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