Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Südkreis „Negative Pflege-Bescheide sind widerrufbar“
Landkreis Südkreis „Negative Pflege-Bescheide sind widerrufbar“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:18 25.10.2011
Gut 30 Besucher verfolgten den Vortrag zum Thema Pflege im Bürgerzentrum von Dreihausen. Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Hinlänglich bekannt ist, dass es drei Pflegestufen gibt und diese wiederum Ausdruck des Grades der Pflegebedürftigkeit eines Menschen sind.

Welche Bedingungen für eine solche Einstufung erfüllt sein müssen, darüber referierte Rechtsanwältin Karin Buder-Heckert von der VdK-Bezirksgeschäftsstelle in Marburg. Sie erklärte ihren Zuhörerinnen und Zuhörern, dass ganz genau eingegrenzte Zeiteinheiten darüber entscheiden, welche Pflegestufe bewilligt wird.

Beispielsweise muss in Pflegestufe I eine Grundpflege – sprich waschen, ankleiden, Begleitung zur Toilette, Zähne putzen oder füttern – von 45 Minuten geleistet werden. Dies steigert sich bei Pflegestufe II und III auf 120 und 240 Minuten, was im letzten Fall eine Pflege rund um die Uhr beschreibt. Buder–Heckert mahnte, dass bereits beim Antrag auf eine Pflegestufe oft etwas falsch gemacht oder vergessen werde.

Diese Einstufung erfolgt über den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Die Rechtsanwältin gab den Tipp, für den Besuch einen Termin festzulegen und sich nicht überrumpeln zu lassen. Außerdem sollte stets die pflegende Person bei dem Gespräch mit anwesend sein.

Sie verwies außerdem darauf, dass immer erst das Gutachten abgewartet werden muss, bevor Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Mut machte die VdK-Vertreterin für den Fall eines negativen Bescheids. Hier lautet die Empfehlung nicht aufzustecken und die Möglichkeit des Widerrufs zu nutzen.

von Martina Becker

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

Anzeige