Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
Nächstenliebe schafft Nähe

Deutsch-brasilieanische Begegnung Nächstenliebe schafft Nähe

Die evangelische Gemeinde Hassenhausen feierte ein besonders Fest der Begegnung, nämlich mit Gästen einer evangelischen Gruppe aus Brasilien.

Voriger Artikel
Magie, Musik, Kunst und Gartenfreude
Nächster Artikel
Neuer „Festplatz“

Einige der Organisatoren der Begegnungstage von hiesigen Christen und Gästen aus Brasilien.

Quelle: Lisa Rösser

Bellnhausen. Ganz unter dem Zeichen der christlichen Nächstenliebe steht der Besuch der insgesamt 26 brasilianischen Gäste, die dieser Tage ihre Partnergemeinden in Europa besuchen. Den Besuch in Hassenhausen haben vor allem die Kontakte der Theologin Angelika Baier-Schops ermöglicht, die 1988 ein Studienjahr in Brasilien verbrachte, während zur gleichen Zeit ihr brasilianischer Kollege Clauterio Kegler in Marburg studierte. Beide lernten sich über diesen Studienaustausch des lutherischen Weltbundes kennen - und so kommt es, dass das diesjährige Sommerfest der Gemeinde einen brasilianischen Anstrich bekommen hat.

„Fast alle unsere brasilianischen Gäste sind Nachfahren deutscher Auswanderer, die sich in Brasilien angesiedelt haben“, erklärt Angelika Baier-Schops. „Daher sprechen die meisten auch noch immer etwas Deutsch.“ Viele sind Bauern, sodass sie besonders an der Landwirtschaft, aber auch an sozialen Themen sehr interessiert sind. Aus diesem Grund hat der Besuch beim Hofgut Friedelhausen einen besonderen Eindruck hinterlassen. „Mir hat die Menschlichkeit imponiert, mit der man bei einem solchen landwirtschaftlichen Konzept alle Mitmenschen, auch Behinderte, einbezieht“, erinnert sich Clauterio Kegler. Auch die Elisabethkirche hat die Gruppe bereits besucht und sich über das Wirken der Heiligen Elisabeth sowie über den St. Elisabeth-Verein, der sich um Kinder aus schwierigen Verhältnissen kümmert, informiert. „Der Sozialstaat bietet für solche Projekte auch eine ganz andere Grundlage als sie für rein spendenbasierte Projekte möglich wären“, meint Angelika Baier-Schops. „Das macht diese Dinge für die Brasilianer ganz besonders spannend.“ Das gemeinsame Sommerfest, bei dem sich die Brasilianer aus Mato Grosso und die Hassenhäuser begegnen, ist geprägt von gemeinsamem Gesang, Essen und gemütlichem Beisammensein. Auch Bilder und Filme haben die Brasilianer mitgebracht.

von Lisa Rösser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr