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Nachwuchsarbeit trägt reiche Früchte

60 Jahre Spielmannszug Nachwuchsarbeit trägt reiche Früchte

Am ersten September-Wochenende feiert die Burschenschaft Fronhausen ihre traditionelle Kirmes. Darin eingebettet bietet der Spielmannszug am Sonntag viel Musik.

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Rund 15 Auftritte absolviert der Spielmannszug Fronhausen pro Jahr. Seit Anfang der 90-er Jahre verfügt der Spielmannszug in der Pfingststraße über eigene Räume in einem Haus der Gemeinde Fronhausen. Dort, in der so genannten „Florianstuben“ finden die Un

Quelle: Archivfoto

Fronhausen. Na das passt ja. Ein großes Zelt aufzustellen für einen Tag ist schon etwas arg beschwerlich. Doch es zu nutzen, wenn es sowieso da ist, ist doch eine gute Idee. So kamen die Burschenschaft Fronhausen und der Spielmannzug überein, dass der Spielmannszug während des Kirmes-Wochenende am Sonntag als Gastgeber des „Tages der Feuerwehrmusik“ den Taktstock im Festzelt am Bahnhof übernehmen darf. Und den Besuchern des Festzeltes wird dann wohl einiges geboten, den neben dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Fronhausen haben sich auch der Spielmannszug Rauschenberg, das Blasorchester Kirchhain, das Blasorchester Marburg, der Musikzug Weidenhausen und das Blasorchester Mardorf angesagt.

„Ich freue mich sehr, dass die Burschenschaft uns dies ermöglicht hat“, sagt Martin Kraft, Leiter des Spielmannszuges, der mit 39 aktiven Mitgliedern einer guten Zukunft entgegenblickt. Noch vor zehn Jahren gab es im Verein einige Sorgenfalten, denn die Zahl der aktiven Musiker war auf 23 zurückgegangen. „Mit 23 kann man gerade noch so spielen, da darf aber dann keiner mehr fehlen, wenn man irgendwo einen Auftritt hat, denn sonst wird der Klangkörper einfach zu klein“, sagt Kraft.

In der Folgezeit setzte der Verein auf eine gute Jugendarbeit. Und das Interesse ist vorhanden, zumal die Kinder und Jugendlichen wissen, dass der Spielmannszug weit mehr Musikstücke im Repertoire hat als nur Märsche - die aber auch ihren Reiz haben können. „Natürlich muss eine gewisse Begabung vorhanden sein. Von vier Neuzugängen bleibt im Schnitt einer erhalten“, so Kraft, der 1999 den Vorsitz von Waldemar Pausch übernahm, der seinerseits 23 Jahre den Spielmannszug führte. Diese Amt ist natürlich nicht mit der Position des Stabführers zu verwechseln. Diesen „Job“ erledigt Volker Müller, der wie sein Bruder schon 40 Jahre dabei ist. Und nur mal nebenbei bemerkt. Der Stabführer ist nicht gleichzusetzen mit dem musikalischen Leiter. Diese Aufgabe hat Udo Kühlbauch inne.

„Wir haben eine gute Mischung aus Alt und Jung. Wenn wir zusammen spielen, herrscht immer eine gute Stimmung und alle werden gleich behandelt“, sagt Kraft. Die Kinder und Jugendlichen dürfen genau so ihre Meinung sagen, wie die älteren Mitglieder. Zum Programm am Sonntag, 2. September, gehört ab 13 Uhr ein Sternmarsch der Orchester zum Festzelt sowie ab 14 Uhr ein gemeinsames Spiel im Festzelt und die Einzelvorstellung mit je drei Musikstücken. „Interessant wird sicher das gemeinsame Spiel“, verrät Kraft. „Highland Cathedral“ ist ein Klassiker und sorgt doch immer wieder für Gänsehaut. Zum Tag der Feuerwehrmusik sind alle Bürger eingeladen. Der Eintritt ist frei

Wer den Spielmannszug einmal kennenlernen und ein Musikinstrument einmal ausprobieren möchte, meldet sich entweder bei Martin Kraft unter Telefon 06426/5338 oder beim Musikalischen Leiter Udo Kühlbauch unter Telefon 06426/1272.

von Götz Schaub

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