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Nabu ist „strikt“ gegen Gewerbegebiet

Fronhausen Nabu ist „strikt“ gegen Gewerbegebiet

Die Gemeinde Fronhausen möchte bekanntlich das Gewerbegebiet „Kammäcker / Biegen“ für die Ansiedlung einer Firma entwickeln. Das Gebiet liegt mitten in einem Vogelschutzgebiet, ein Abweichungsantrag wurde vom RP schon genehmigt.

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Gegenüber der Zufahrt Fronhausen-Ost soll die Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet „Kammäcker / Biegen“ entstehen.

Quelle: Götz Schaub

Fronhausen. Flächen zum Bebauen werden in vielen Kommunen rarer. Erst recht, wenn es sich um Flächen für Gewerbetreibende handelt, gibt es nicht sonderlich viele Möglichkeiten. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass die Gemeinde Fronhausen beabsichtigt, ein Gewerbegebiet zu erschließen, das eigentlich in einem Vogelschutzgebiet liegt. Im Zuge des Beteiligungsverfahrens gab es laut Mitteilung des beauftragten Planungsbüros so viele und umfangreiche Stellungnahmen mit Anregungen und Hinweisen, dass die Auswertung und Abwägung einen gegenüber dem üblichen Verfahren umfangreicheren Zeitraum einnehmen.

Bis zur Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 3. Februar sollen die Unterlagen zur Diskussion vorliegen. Unter den Stellungnahmen lässt sich mindestens eine finden, die in ihrer Wortwahl unmissverständlich ist: Der Kreisverband Marburg-Biedenkopf des Naturschutzbundes Deutschland lehnt die Ausweisung des Gewerbegebiets innerhalb des Vogelschutzgebietes „Lahntal zwischen Marburg und Gießen“ „strikt ab, weil es eine erhebliche Beeinträchtigung für rastende und brütende Vögel darstellt“. Weiter führen Reinhard Eckstein als Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes sowie sein Stellvertreter und ausgewiesener Vogelfachmann Privatdozent Dr. Martin Kraft aus: „Ein Gewerbegebiet in einem Vogelschutzgebiet stellt einen Präzedenzfall dar und setzt eine Entwicklung in Gang, die wir auf keinen Fall mittragen können.“

Auf Nachfrage stellt Reinhard Eckstein klar: „Sollten unsere Ausführungen ignoriert werden, bleibt uns nur der Weg der Klage.“

von Götz Schaub

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