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Musik, Theater und kurze Reden

Schuljubiläum Musik, Theater und kurze Reden

Mit viel Spaß und einem guten Schuss Selbstironie starteten die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Gesamtschule Ebsdorfergrund.

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Der Lehrerchor unterhielt das Publikum musikalisch.

Quelle: Martina Becker

Heskem. Lobeshymnen, viel Geschichtliches gespickt mit unterhaltenden Elementen. Nach diesem Muster werden Jubiläumsveranstaltungen normalerweise gestrickt.

Die Gesamtschule Ebsdorfergrund (GSE) sah dies für ihre Auftaktveranstaltung etwas anders. Die Schulleitung bat ihre Gäste höflich, sich kurz zu fassen und lieber das bunte Programm zu genießen. So fehlte es zwar an herzlichen Worten nicht, sie waren aber griffig und prägnant gefasst.

„Die GSE steht gut da, sie hat einen guten Ruf und eine so hohe Attraktivität, dass sie aus allen Nähten platzt“, sagte der Schuldezernent des Landkreises Dr. Karsten McGovern.

Intensive, fruchtbare und gute Zusammenarbeit bescheinigten die Vertreterinnen der Verbundschulen sowie der umliegenden Grundschulen, Christiane Dietzel und Elisabeth Schäfer. Die Bedeutung des Baus der Gesamtschule Heskem setzte Heike Grosser, Vertreterin des Staatlichen Schulamtes Marburg, in Vergleich mit anderen unvergesslichen Großereignissen aus dem Jahr 1962, wie etwa der großen Sturmflut in Hamburg.

In Vertretung für Bürgermeister Andreas Schulz erinnerte die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton an das Leben nach dem Besuch der GSE, sprich die vielen erfolgreichen Entwicklungen und Biografien, die hier ihren Anfang genommen hatten. Den Hauptteil des Abends bildete dann ein Programm von Lehrern für Lehrer. Das aktuelle Kollegium gab für die Vertreter der Verbundschulen, der Grundschulen sowie der ehemals Unterrichtenden ein buntes Programm zum Besten. Dabei fehlte auch nicht die Scheu, sich selber zu karikieren und auf die Schippe zu nehmen. „Wir wollten mit der Veranstaltung das Klima an unserer Schule wiedergeben“, sagte Schulleiter Lothar Potthoff.

„Programmdirektoren“ waren die Kollegen Doris Burk und Wolfgang Steininger. Letzterer zeigte in verschiedenen Rollen sein komödiantisches Talent und begeisterte damit die rund 130 Gäste. Als Prof. Dr. Dr. Statistinger erläuterte Steininger die neuesten statistischen Erhebungen im Bereich Schule.

Aufs Feinste amüsiert waren die Zuhörer ebenso von der Humoreske, in die nahezu alle Kollegen als Akteure mit eingebaut waren.

Steininger wusste sich im Laufe des Abends weiter zu steigern. Lautes Gelächter und viel Applaus gab es für seinen Auftritt als Buchkritiker Marcel Reich-Ranicki, der den (Schul-)Roman „Die Grundpfeiler“ unter Beschuss nahm - eine spitzzüngige Anspielung auf die Entwicklung des Schulprogramms.

Ein weiterer Höhepunkt war ein ideenreich und ansprechend inszeniertes Theaterstück. Mit kurzen Monologen, Dialogen sowie Schuldurchsagen karikierten rund ein Dutzend „Schauspieler“ einen „Aus- und Rückblick über 50 Jahre Schule in Heskem“.

Am Abend setzten die eingeflochtenen Auftritte der Lehrerband das i-Tüpfelchen aufs Programm. Zu ihrem Repertoire gehörten beispielsweise „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue oder „Reeperbahn“ von Udo Lindenberg. Zum Abschluss des Programms, das mit donnerndem Applaus beschenkt wurde, sang der Lehrerchor: „Wir wünschen uns ein schönes Wochenende“.Wie bereits zur Einführung hielt Potthoff seine Worte auch am Schluss kurz. Er dankte den Kollegen für den gelungenen Abend und beschenkte alle mit einer roten Rose.

von Martina Becker

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