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Mit einem Plus ins neue Haushaltsjahr

Ebsdorfergrund Mit einem Plus ins neue Haushaltsjahr

Andreas Schulz (SPD), Bürgermeister von Ebsdorfergrund, brachte am Montagabend im Gemeindeparlament den Haushalt 2011 ein. Die Kommune gehört zu den wenigen in Mittelhessen, die ein Plus verzeichnen.

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Andreas Schulz (SPD), Bürgermeister in Ebsdorfergrund, blättert im rund 220 Seiten dicken Haushaltsplan für das kommende Jahr. Der Kämmerer verzeichnet als einer der wenigen in der Region ein Plus in seinem Etat.

Quelle: Thorsten Richter

Dreihausen. Anders als die meisten Kommunen in der Region kommt Ebsdorfergrund im bevorstehenden Jahr ohne ein Hauhsaltssicherungskonzept aus – „weil permanent Haushaltssicherung in der Gemeinde erfolgt und nicht erst dann, wenn es nicht mehr anders geht“, erklärt Bürgermeister Andreas Schulz ganz selbstbewusst in seiner Haushaltsrede.

„Die Quadratur des Kreises ist gelungen“, sagt der Kämmerer und meint damit, dass etwas scheinbar Unmögliches möglich geworden sei.
Dem Bürgermeister ist es gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, der mit einem Plus von 74.000 Euro abschließt. „Und das, ohne den erstmals zugelassenen Rückgriff auf die Rücklagen“, hebt Schulz hervor und verweist darauf, dass die Gemeinde obendrein Schulden in Höhe von rund 269.000 Euro abbaut und die Gebühren für Abwasser und Müll leicht senkt.

Im Gesamtergebnishaushalt 2011 liegt die Summe der ordentlichen Erträge mit gut 11 Millionen Euro unter dem Niveau des laufenden Jahres. Schulz verzeichnet ein Minus von 152.000 Euro. Die ordentlichen Aufwendungen sinken ebenfalls – um rund 266.000 Euro auf etwa 11 Millionen Euro. „Der rote Faden der Haushaltspolitik wird hier schon deutlich: Nicht mehr ausgeben als man einnimmt“, verrät der Kämmerer sein Erfolgsrezept.

Schulz betont, dass der Haushaltsausgleich durch die dramatischen Kürzungen bei den Landeszuweisungen in Höhe von fast 438.000 Euro nicht einfach gewesen sei. „Umso mehr, da auch noch die neu eingeführte Kompensationsabgabe des Landes zugunsten der Kreise mit 113.000 Euro die Gemeinde schwer belastet“, sagt der Kämmerer. Gleichwohl sei die Kommune in der Lage, ihre Strukturen zu erhalten, erklärt er stolz und verweist auf das Grund-Bad, die elf Bürgerhäuser und Mehrzweckhallen, auf die zehn Feuerwehrgerätehäuser, den Servicehof, die Gemeindeverwaltung mit elf Bürgerbüros, auf die fünf Kitas sowie auf die eigenständige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Ende 2011 wird Ebsdorfergrund nach Schulz‘ Prognosen noch Schulden in Höhe von gut 4,3 Millionen Euro haben – das sind knapp 263.000 Euro weniger als zum Ende dieses Jahres. Dem gegenüber stehen 3,6 Millionen Euro in der Rücklage. Die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde Ebsdorfergrund liegt am Ende des Jahres 2011 inklusive der Verbandsschulden bei rund 486 Euro. „Sie dürfte die niedrigste im Landkreis sein“, betont Schulz und verweist auf Bad Karlshafen mit der hessischen Höchst-Pro-Kopf-Verschuldung von 7.757 Euro.

von Carina Becker

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