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Südkreis Mit Vereinshaus wird „Werk II“ komplett
Landkreis Südkreis Mit Vereinshaus wird „Werk II“ komplett
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06:15 20.04.2012
Es bedarf einer umfangreichen Sanierung, bevor aus einem alten Firmengebäude ein „Haus der Vereine“ werden kann. Die Dreihäuser wollen sich dieser Herausforderung stellen. Vereinsgemeinschafts-Vorsitzender Jörg Vaupel (von links), Ortsvorsteher Lothar Heidt und Bürgermeister Andreas Schulz werben für das Vorhaben. Quelle: Martina Becker
Dreihausen

Ein Platz für große Feste und Veranstaltungen sowie ein Trainingsplatz für die Fußballer des Vfl 09 Dreihausen - darauf hat der Ort lange warten müssen.

Als letztes Dorf der Gemeinde bekäme nun auch Dreihausen ein solches Universalgelände, sagte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung des aktuellen Standes.

Vor etwa zwei Jahren wurde mit der Firma Nickel die Übergabe dieses Platzes an die Gemeinde vertraglich geregelt. Damit gab die Firma gemeindliche Wegeflächen, die sie über Jahre durch den Basaltabbau vereinnahmt hatte, an zentraler Stelle zurück. Sprich: das Betriebsgelände vom ehemaligen „Werk II“ ist jetzt Mehrzweckplatz.

Mittlerweile wurde die Fläche eingeebnet und eine Oberfläche aus Basaltsand hergestellt. Die Böschungen wurden mit einer Mauer und Zäunen gesichert, die Wasserführung neu geregelt und der Vfl 09 hat eine Flutlichtanlage installiert.

Mehr oder weniger ist alles fertig für die offizielle Einweihung am 17. August. Diese Gelegenheit will die Vereinsgemeinschaft nutzen, um das 1. Old- und Youngtimer-Treffen in der Region auszurichten.

Mit der dreitägigen Veranstaltung soll nicht nur der Platz würdig seiner Bestimmung übergeben werden. Die Vereinsgemeinschaft erhofft sich davon auch das Startkapital für ein weiteres Projekt.

Auf ihren ausdrücklichen Wunsch hat die Gemeinde nämlich nicht nur den Platz, sondern auch ein ehemaliges Betriebsgebäude, das als Aufenthaltsraum und Büro diente, übernommen. Hieraus soll ein „Haus der Vereine“ entstehen.

„Eine gute Sache, die Dreihausen reicher macht“

„Das ist eine Menge Arbeit“, sagte Lothar Heidt. Es sei aber wichtig, dass das ein wenig außerhalb des Dorfes liegende Gelände über Toiletten und eine Aufenthaltsmöglichkeit verfüge, so der Ortsvorsteher. Dass es sich lohnt, dass 5 mal 14 Meter große Gebäude zu erhalten, darüber sei man sich in der Vereinsgemeinschaft sehr schnell klar gewesen, betonte der Vorsitzende Jörg Vaupel. Sie hat das Objekt von der Gemeinde, die es nur auf „ausdrücklichen“ Wunsch übernommen hat, für 25 Jahre gepachtet.

Neben dem „Haus der Vereine“ soll überdies ein Grillplatz entstehen. „Das ist eine gute Sache, die Dreihausen noch reicher machen wird“, lobte der Bürgermeister das runde Vorhaben.

Für die Sanierung des Gebäudes, das noch weit davon entfernt ist, ein„Schmuckstück“ zu sein, werden schätzungsweise 20.000 Euro benötigt. Die Einnahmen aus der Eröffnungsfeier für den Mehrzweckplatz sollen deshalb vollständig dafür genutzt werden. Die Gemeinde fördert die Sanierung entsprechend der Vereinsförderrichtlinien mit 15 Prozent der Gesamtkosten. „Vor dem Hintergrund, dass viele Vereine über eigene Vereinsheime verfügen, ist dieser gemeinschaftliche Wille hoch anzurechnen“, betonte Vaupel.

Da nur in den Feierabend-stunden gearbeitet werden kann, schätzte Heidt die Bauzeit auf etwa anderthalb bis zwei Jahre.

von Martina Becker