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Mit 99,3 Prozent gewinnt Roth den Pokal

Feuerwehr-Gemeindepokal Mit 99,3 Prozent gewinnt Roth den Pokal

Die Einsatzabteilung aus Roth gewann mit einer Spitzenleistung, aber noch mehr als diese jubelten die Frauen aus Allna. Ihre seit diesem Jahr bestehende Staffel schlug die männlichen Kollegen aus dem Dorf um Haaresbreite.

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Die drei erstplatzierten Mannschaften aus Roth, Niederwalgern und Wenkbach wünschten sich ein Siegerfoto mit dem Frauen-Team aus Allna.

Quelle: Manfred Schubert

Wenkbach. Beste Stimmung herrschte am Sonntagnachmittag bei der Siegerehrung des Gemeinde-Pokalwettkampfs der Einsatzabteilungen der Weimarer Freiwilligen Feuerwehren, der nach den Vorgaben der Hessischen Landesfeuerwehrschule stattgefunden hatte. Die praktischen Übungen hatten die sieben Mannschaften durchweg auf sehr hohem Niveau absolviert, wie Gemeindebrandinspektor Markus Hermann anerkennend betonte. Dabei seien lediglich kleine Fehler gemacht worden. Abzüge habe es vor allem in der Theorie gegeben, die zur Differenzierung führten. Die Teilnehmer mussten Fachfragen zu Themen wie Brennen, Löschen, Gräten, Unfallverhütung oder Einsatzlehre beantworten.

Niederwalgern und Weiershausen nahmen mit aus neun Feuerwehrleuten bestehenden Löschgruppen teil, die anderen mit aus sechs Feuerwehrleuten bestehenden Staffeln. Mit einer absolut fehlerfreien Übung glänzte die Staffel aus Roth, lediglich im Fragebogen machte sie zwei Fehler und gewann mit einem fast perfekten Ergebnis von 99,3 Prozent den Gemeindepokal. Niederwalgern erreichte mit 95,9 Prozent den zweiten Platz, gefolgt von Wenkbach mit 94,2 Prozent. Argenstein kam mit 93,2 Prozent auf den undankbaren vierten Rang, für den es keinen Pokal mehr gab, Weiershausen wurde mit 87,1 Prozent Fünfter. Noch größer als bei Roth war der Jubel der Frauen aus Allna, auch wenn sie nur auf den sechsten Platz kamen. Die erst in diesem Jahr gebildete reine Frauenstaffel, zuletzt hatte es in der Gemeinde Weimar eine solche vor etwa 20 Jahren gegeben, die ebenfalls aus dem 210-Einwohner-Ort kam, schlug nämlich ihre männlichen Kollegen aus Allna mit 79,7 um genau 0,1 Prozent. Mit Sekt und einem kleinen aber liebevollen Spottlied feierten die jungen Damen. „Kommt ihr uns nach Hause“, drohten die Allnaer Männer, klatschten dabei aber artig Beifall – sie waren wohl auch ein bisschen stolz auf ihre Mädels. Die Siegerehrung nutzten Gemeindebrandinspektor Markus Hermann und sein Stellvertreter Oliver Grün, um Auszeichnungen und Anerkennungsprämien an einzelne Feuerwehrleute zu überreichen.

Dem Wettkampf war eine kurze Andacht vorausgegangen, bei der Pfarrer Duwe, der auch in der Notfallseelsorge tätig ist, auf die besonderen psychischen Belastungen der Feuerwehrleute durch Einsätze einging.

Jugendfeuerwehrwart sehr zufrieden mit Nachwuchs

Bereits am Samstag hatten, allerdings bei Regen, fünf Jugendfeuerwehr-Mannschaften vor dem Bürgerhaus ihren Pokalwettkampf ausgetragen. Erst seit diesem Jahr ist für die Jugendfeuerwehren die Teilnahme mit einer Staffel möglich, vier traten in dieser Stärke an.

Bei der Staffel (sechs Mitglieder) fehlen im Vergleich zur Gruppe drei Personen (Melder, Schlauchtruppführer und Schlauchtruppmann). Im A-Teil (Vorführung eines Löschangriffes mit 2 C-Strahlrohren (Staffel) oder 3 C-Strahlrohren (Gruppe) werden folgende Änderungen im Vergleich zur Gruppe vorgenommen: Beim Zusammenkuppeln der A-Saugleitung wird der Wassertrupp durch den Angriffstrupp unterstützt. In der Gruppe unterstützt der Schlauchtrupp entsprechend. Die Zeitvorgabe für die Gruppe liegt bei sieben Minuten, bei der Staffel ist diese auf sechs Minuten reduziert.

Die Kinder und Jugendlichen seien sehr gut vorbereitet gewesen und hätten tolle Leistungen auf den Punkt abgerufen, betonte Gemeindejugendfeuerwehrwart Steffen Kütt.

Die Ergebnisse:

1. Jugendfeuerwehr Argenstein mit 1346,0 Punkten (Teilnahme mit Gruppe), 2. Jugendfeuerwehr Wenkbach mit 1343,4 Punkten, 3. Jugendfeuerwehr Wolfshausen mit 1301,8 Punkten, 4. Jugendfeuerwehr Roth mit 1223,3 Punkten, 5. Jugendfeuerwehr Niederweimar mit 1162,9 Punkten.

Ehrungen:

Goldenes Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre Diensttätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr: Klaus Gröger aus Oberweimar. Das Bronzene Feuerwehrleistungsabzeichen erhielten Florian Menche aus Argenstein und Jochen Heiland, Wehrführer von Wenkbach, das Eiserne Feuerwehrleistungsabzeichen Denis Kock aus Argenstein.

Anerkennungsprämien für 40 Jahre Dienst erhalten Klaus Gröger (Oberweimar), und Kurt Grün (Roth);

Für 30 Jahre: Rainer Beimborn und Dieter Happel (beide Wolfshausen), sowie Hans-Jürgen Rupp, Hans-Anton Peil, Matthias Bach und Achim Haupt (alle Wenkbach);

Für 10 Jahre: Sebastian Muth, (Wenkbach), André Meyer (Allna), sowie Anatol Melcher, Christian Wege und Boris Schmidt (alle Niederwalgern).

von Manfred Schubert

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