Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Mercedes hebt ab und fliegt ins Feld

E-Klasse-Wagen rammt Sprinter Mercedes hebt ab und fliegt ins Feld

Schwere Verletzungen erlitten zwei Verkehrsteilnehmer bei einem spektakulären Unfall am frühen Sonntagmorgen.

Voriger Artikel
Endlich mal „Full House“
Nächster Artikel
Ein Dorf im Festival-Fieber

Glück gehabt, das hätte noch schlimmer ausgehen können: Ein Mercedes-Fahrer knallte auf der B 3 bei Fronhausen einem Sprinter mit voller Wucht ins Heck und katapultierte sich selbst 100 Meter weit ins Feld, wo der Wagen auf seinem eigenen Motorblock liege

Quelle: Michael Hoffsteter

Fronhausen. Vor allem der Beteiligte, den die Polizei für den Unfallverursacher hielt, hatte gestern bei dem Unfall auf der B3 bei Fronhausen großes Glück, dass er lebendig aus einem Mercedes E350 befreit werden konnte. „Das hätte wesentlich schlimmer ausgehen können“, erklärte Polizeioberkommissar Norbert Schlierbach am Unfallort.

Auf der rechten Fahrspur war ein Mercedes Sprinter gegen 4.15 Uhr auf der rechten Fahrspur der B3 in Richtung Gießen unterwegs, am Steuer saß ein 44 Jahre alter Mann aus Dautphetal-Allendorf. Plötzlich wurde der Sprinter von einer schwarzen Mercedes E-Klasse gerammt: Der Fahrer aus Gießen war wohl so schnell unterwegs, dass er den Sprinter nicht gesehen hatte und ihm ins Heck knallte.

 

„Der Sprinter wurde durch die Wucht des Aufpralls auf die linke Seite geworfen, rutschte gegen die linke Leitplanke und wurde wieder zurück auf die Fahrbahn katapultiert. Dann rutschte der Transporter noch weitere rund 100 Meter, bevor er zum Liegen kam“, beschrieb Schlierbach den Unfallhergang. Dabei erlitt der Allendorfer „schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen, er war ansprechbar“, erklärt der Oberkommissar.

Geradezu unfassbares Glück hatte der 24 Jahre alte Fahrer der E-Klasse: Der Wagen, den er sich von seinem Vater geliehen hatte, hob ab, krachte in die rechte Leitplanke und flog, nachdem er einen Wildschutzzaun durchbrochen hatte, dann noch weitere rund 100 Meter in ein angrenzendes Getreidefeld.

Dort blieb der Wagen völlig zerstört liegen - und zwar auf dem eigenen Motorblock. Der hatte sich durch die enorme Kraft des Unfalls aus seiner Verankerung gelöst.

Der 24-Jährige aus Gießen wurde laut Polizei ebenfalls schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Rettungskräfte konnten zum Glück recht leicht zu dem Verletzten vordringen, da sich in unmittelbarer Nähe des Unfallorts eine Tür in dem Wildschutzzaun befand. Somit mussten die Retter nicht über die Leitplanke klettern.

Da die Polizei Alkoholgeruch wahrgenommen hatte, wurde bei dem 24-Jährigen eine Blutentnahme angeordnet. „Alkoholkonsum ist nicht auszuschließen“, sagte Schlierbach. Die Feuerwehr der Gemeinde Fronhausen war im Einsatz, um die ausgetretenen Betriebsstoffe aufzunehmen. Zunächst suchten die Einsatzkräfte jedoch die nähere Umgebung ab, da nicht klar war, ob sich nicht noch eine zweite Person im Fahrzeug befunden hatte. Diese Befürchtung entkräftete sich jedoch.

Die Wasserschutzbehörde sollte noch eingeschaltet werden, denn im Acker war unter anderem Motoröl versickert. Während der Bergungsarbeiten wurde die B3 in Richtung Süden kurzzeitig gesperrt, aufgrund der frühen Morgenstunde kam es aber zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen. Den Schaden konnte die Polizei noch nicht beziffern - der Wagen der E-Klasse dürfte jedoch nur noch Schrottwert haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr