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Mehrzweckhalle bleibt zunächst weiter stehen

Parlament Fronhausen Mehrzweckhalle bleibt zunächst weiter stehen

9:10 lautete das Ergebnis einer erneuten namentlichen Abstimmung zur Zukunft der Mehrzweckhalle in Fronhausen. 9:10 bedeutet, die Halle bleibt so lange stehen, bis es einen Käufer gibt oder möglicherweise ein Gerichtentscheidet.

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Ohne Käufer kein Abriss der Mehrzweckhalle. So will es eine knappe Mehrheit des Fronhäuser Parlaments.

Quelle: Götz Schaub

Fronhausen. Dem einen oder anderen Gemeindevertreter ist offenbar nicht ganz wohl bei dem Gedanken, von der Mehrzweckhalle am Festplatz in Fronhausen könnte eine Gefährdung für Mensch und Umwelt durch Asbest ausgehen. Doch weiterhin die Mehrheit blieb auch im zweiten Anlauf des Gemeindevorstandes stur und ließ sich von dem angefügten Gutachten nicht beeindrucken. Martin Schnabel von der CDU sagte: „Ich weiß nicht woher der Gemeindevorstand die Überzeugungskraft dieses Gutachtens nimmt.“ Es gebe keine konkrete Beschreibung, eigentlich bestehe das Gutachten nur aus „allgemeinem Blabla“.

Auf den Mitteln zum Abriss der Halle liegt ein Sperrvermerk. Demnach darf die Halle erst abgerissen werden, wenn ein Käufer vorhanden ist. Die Burschenschaft Fronhausen vermutet noch mehr hinter der Sache. Deshalb nahm sie mit mehr als zehn Personen an der Parlamentssitzung am Donnerstag teil, um die neuesten Entwicklungen zu erfahren. Denn die Halle steht wie erwähnt direkt neben dem Festplatz. Sollten auf dem Grund und Boden der Halle neue Häuser entstehen könnte dies Auswirkungen auf den Fortbestand des Festplatzes haben. CDU wie auch die Initiative Fronhausen wünschen sich ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Areals Mehrzweckhalle und Festplatz. Auf ein Konzept ging Bürgermeister Reinhold Weber nicht ein, er verwies auf das Gefährdungsgutachten. „Teile vom Dach sind heruntergefallen, es besteht für uns die Maßgabe, zu handeln. SPD und „Bürger für Fronhausen“ wollten dem Antrag des Gemeindevorstandes folgen, doch stellte die CDU mithilfe von zwei Vertretern der Initiative Fronhausen eine Mehrheit gegen den Beschluss her. Damit gibt es nichts Neues, der Sperrvermerk bleibt.

Der Haushalt 2014 wurde nicht wie beabsichtigt verabschiedet. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte sich noch keine abschließende Meinung gebildet. Das brachte Steffen Weber (BfF) in Rage. Er warf Claudia Schnabel (Initiative Fronhausen) vor, eine schlechte Organisation zu haben. Man hätte die Sitzung auch anders terminieren können als drei Tage vor der Parlamentssitzung, um noch Ausweichtermine zu haben. Weber forderte alle auf, den Haushalt auch ohne Ausschuss-Empfehlung zu verabschieden. Damit scheiterte er jedoch, der Haushalt bleibt im Ausschuss. Unter „Verschiedenes“ entwickelte sich eine denkwürdige Debatte. Bürgermeister wie auch die BfF-Fraktion zweifelten an, dass es rechtens war, im Ausschuss verschiedenen Gästen das Wort zu erteilen. So habe unter anderem auch ein Vertreter des Kreiskirchenamtes gesprochen. Martin Wenz von der Initiative war geplättet: „Soll jetzt auch noch dagegen geklagt werden? Es ging darum, zu einer Sache die Meinung der Kirche zu hören, nicht nur die des Bürgermeisters.“ Weber teilte mit, dass er sich Rechtsauskunft geholt habe und der Ausschuss so gegen die Geschäftsordnung verstoßen habe. Nach dieser Debatte fiel es Michael Heimann (SPD)als Parlamentschef schon etwas schwer, noch ein paar Dankesworte zum Jahresabschluss zu finden, aber er fand sie.

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