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Südkreis Masterplan des Bürgermeisters:2022 schuldenfrei
Landkreis Südkreis Masterplan des Bürgermeisters:2022 schuldenfrei
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00:17 08.10.2018
Der Servicehof in Heskem soll modernisiert werden und unter anderem eine Holzpellets-Anlage erhalten. Quelle: Thorsten Richter
Ebsdorfergrund

Das große Ziel ist klar umrissen und soll auch eingehalten werden: Wenn in der Nacht vom 31. Dezember 2022 auf den 1. Januar 2023 die Sektkorken knallen, dann feiert Bürgermeister Andreas Schulz eine schuldenfreie Gemeinde.

„Dann fallen Tilgungen und Zinszahlungen weg. Alles Geld, was reinkommt steht dann ­direkt der Gemeinde zur Verfügung“, frohlockt er. Ein ­wesentlicher Bestandteil seines­ Entschuldungsplans ist Geld aus der Hessenkasse. „Für die Tilgung dürfen maximal 50 Prozent genutzt werden“, informiert Schulz. Er schlägt seiner Gemeinde eine Summe von 976 000 Euro vor. Diese Summe soll gesplittet bis Ende 2021 dafür sorgen, dass dann der Schuldenstand bei nur noch knapp 400.000 Euro liegt. Diese Summe soll dann binnen der nächsten 365 Tage auf null geschmolzen werden. Dass es auch in dieser Zeit weitergeht, ist vornehmlich auch der Hessenkasse zu verdanken. Der Plan ist bereits gemacht. 1,25 Millionen Euro plus 150 000 Euro aus dem Kreisentwicklungsfonds stehen bereit. Zentrales Projekt ist die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt von Heskem, für 450 000 Euro.

100.000 Euro für Feld- und Radweg

Des Weiteren sollen für 100.000 Euro die Aufbauten der Feuerwehrfahrzeug für Roßberg und Heskem ermöglicht werden. Weiteres Geld fließt in die Erneuerung des Servicehofes. Umbau und Dämmung werden mit 175 000 Euro veranschlagt.

Hinzu kommen zwei neue Fahrzeuge für zusammen 125 000 Euro. Die letzten verbliebenen alten Heizungen in Gebäuden der Gemeinde sollen für 60.000 Euro erneuert werden. Im Einzelnen sind das die Heizungen bei der Feuerwehr Wittelsberg, bei der Feuerwehr Wermertshausen sowie in den Bürgerhäusern in Wermertshausen und Leidenhofen.

Der Kreisverkehrsplatz Heskem mit Anschlüssen für die L 3125, Schwimmbadweg und des noch zu bauenden Busbahnhofs steht mit 150.000 Euro auf der Liste der Maßnahmen, die über das Hessenkassen-Geld mit finanziert werden sollen.
100.000 Euro müssen auch in den Ausbau des Feld- beziehungsweise Radwegs zwischen Dreihausen und Roßberg fließen. „Wir wollen dort bekanntlich den Weg ja drei Meter breit haben statt der üblichen 2,50 Meter und müssen so die Mehrkosten tragen“, erläutert Bürgermeister Schulz.

von Götz Schaub