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Südkreis Mäusebussard greift weitere Radfahrer an
Landkreis Südkreis Mäusebussard greift weitere Radfahrer an
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17:42 08.06.2017
Bei dem Vogel, der bei Allna zuletzt einige Radfahrer attackierte, handelt es aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Mäusebussard. Sowohl aus Richtung Allna als auch aus Friebertshausen kommend weist jeweils ein Warnschild an der Straße auf die Gefahr hin. Quelle: Archivfotos
Allna

Dem heimischen Ornithologen Professor Martin Kraft zufolge ist das ein typisches Verhalten in der Brutzeit. „Alles, was sich schnell bewegt, macht den Vogel nervös.“ Radfahrern und Joggern, die dort unterwegs sind, rät er, es auf diesem Streckenabschnitt etwas langsamer angehen zu lassen. „Umso schneller und hektischer die Bewegungen ausfallen, umso wahrscheinlich ist es, dass der Vogel sich bedroht fühlt.“

Dass Radfahrer oder auch Jogger von einem Greifvogel, sehr wahrscheinlich einem Mäusebussard, entlang der K 66 attackiert werden, kam schon in den vergangenen Jahren zur Brutzeit häufiger vor. In den vergangenen Wochen berichtete die OP mehrfach über aktuelle Fälle – und weiterhin melden sich Männer und Frauen in der Redaktion, die auf der Strecke von dem Greifvogel attackiert wurden. Zumeist geht dies ohne schlimmere Folgen aus. Einige Radfahrer trugen inzwischen aber Verletzungen davon – angefangen von Kratzspuren am Kopf bis hin zu schweren Sturzverletzungen. Wer die Strecke nicht meiden will, sollte sich mit einem Helm schützen – vor dem Bussard und vor einer möglichen Sturzverletzung.

Laut Vogelfachmann Kraft ist womöglich gerade erst die Schlupfzeit der Jungbussarde bei Allna angebrochen, „je nachdem, wann die Brut begonnen hat“. Somit könnte sich die Phase, in der sich Attacken auf Radfahrer mehren, durchaus noch einige Wochen andauern. „Das kann sich bis weit in den Juli hineinziehen“, sagt Kraft.

von Carina Becker-Werner