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Südkreis Märchen und Krimi geben sich die Hand
Landkreis Südkreis Märchen und Krimi geben sich die Hand
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17:33 06.07.2012
Das Krimi-Musiktheater „Die Leiden der jungen Werte“ ließ die vergangenen 50 Jahre Schule witzig und einfallsreich Revue passieren. Quelle: Martina Becker
Heskem

Darstellendes Spiel und Gesang haben an der Gesamtschule Ebsdorfergrund (GSE) eine lange Tradition. Auch zum 50-jährigen Schuljubiläum fehlte eine solche Darbietung nicht. Zwei Klassiker hatten sich die Darstellerinnen und Darsteller ausgesucht und ganz individuell mit eigenen Ideen, Dialogen, Tanz und Gesang gefüllt.

Das Märchen König Drosselbart stand dem Theaterstück Pate. Zum Besten gaben dieses Stück sechzehn Jugendliche aus den Klassen neun.

Mit dem Musical die „Leiden der jungen Werte“ begeisterten vierzig musikalische Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen. Sie schickten in 007 Manier statt James Bond den Schulleiter Lothar Bondhoff auf die Suche nach den wahren Werten in der Pädagogik. Rund anderthalb Stunden einfallsreiche, witzige und auch nachdenklich machende Unterhaltung kam mit den beiden Stücken auf die Bühne.

Aktueller als auf den ersten Blick vermutet, präsentierte sich das Theaterstück „König Drosselbart“. Die arrogante Königstochter Isabella, gespielt von Kim Ammenhäuser, wurde bettelarm und auf diese Weise von ihrem hohen Roß geholt. Empört über die Hochnäsigkeit, gab der König seine Tochter nämlich dem erstbesten Bettler (Bianca Wallon) zur Frau.

Arm wie eine Kirchenmaus erfuhr sie reichlich Demütigung, was sehr heilsam wirkte. Am Ende war der Bettler kein Bettler, sondern ein Königssohn, womit das Happy End des modern inszenierten Stückes nicht ausblieb.

Oliver Mirwald und Kerstin Schaffert agierten als Hauptdarsteller des Musiktheaters. Als James Bondhoff und Miss Moneypenny gingen sie auf die Suche nach den wahren Werten in der Pädagogik und der Gesellschaft.

Schule der sechziger, siebziger, achtziger und neunziger Jahre wurde bei der Suche unter die Lupe genommen. Immer wieder neue Bühnenbilder, Tanz, Gesang, Live-Musik und witzige Dialoge machten den rund 200 Zuschauen im voll besetzten Musiksaal Laune.

Die steifen Sekretärinnen der sechziger Jahre, der Hippie-Lehrer aus den Siebzigern oder die demonstrierenden Schüler der 80er Jahre waren Teil der Inszenierung. Erinnerungen an die vergangenen 50 Schuljahre GSE konnten dabei schon mal wach werden.

Egal welche Etappe des Rückblicks ins Visier genommen wurde, Bond und seine Assistentin kamen zu keinem überzeugenden Ergebnis. Am Ende waren sich Schulleiter und Kollegen einig, dass auf jeden Fall das Wochenende einen echten pädagogischen und gesellschaftlichen Wert darstellt. Mit dem Lied „Wir wünsche uns eine schönes Wochenende“ endete die Veranstaltung. Donnernder Applaus vom Publikum war der Lohn dafür.

Arrangiert, einstudiert und mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen geprobt wurden beide Stücke von den Lehrkräften und „kreativen Köpfen“ Doris Burk, Jochen Bremm und Silke Kirchhein sowie zahlreichen weiteren Helfern aus der Lehrerschaft oder von ehemaligen Schülern.

von Martina Becker

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