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Südkreis Kurt Wenz geht nach 40 Jahren kommunalpolitisch „in Rente“
Landkreis Südkreis Kurt Wenz geht nach 40 Jahren kommunalpolitisch „in Rente“
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17:57 21.12.2012
Bürgermeister Peter Eidam (von links) mit dem scheidenden Beigeordneten Kurt Wenz, Nachrücker Thomas Nuhn (beide CDU) und dem Parlamentsvorsitzenden Kurt Barth (SPD).Foto: Schubert Quelle: Manfred Schubert
Roth

Wie am Freitag bereits berichtet, fehlen fast 700000 Euro im Haushalt 2013 der Gemeinde Weimar. In der Novembersitzung war der Beschluss über den Vorschlag des Gemeindevorstands, die Grundsteuern A und B auf je 295 und die Gewerbesteuer auf 340 Prozentpunkte anzuheben, kontrovers diskutiert und die Entscheidung nach erneuter Beratung im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss (HFWA), auf die letzte Sitzung des Jahres verschoben worden.

Wie der Ausschussvorsitzende Manfred Möller (CDU) berichtete, einigte man sich dort mit fünf Stimmen und einer Enthaltung auf die Empfehlung, die Grundsteuern auf 300 und die Gewerbesteuer auf 380 Prozentpunkte zu erhöhen.

Hans Jakob Heuser, Fraktionsvorsitzender der FBW (Freie Bürgerliste Weimar), erklärte, er finde es schlimm, dass man das tun müsse. Es könne nicht sein, dass die Gemeinde immer mehr Auflagen erhalte, aber nicht die notwendigen Mittel zugewiesen würden. Er sei für eine Resolution gegenüber dem Landkreis.

„Wie lange kann das gut gehen? Mir tut es leid, die Bürger mit dieser Entscheidung belasten zu müssen, ich betone, müssen“, sagte Heuser und fügte an, keinen Vertreter einer Fraktion gesehen zu haben, der dafür die Hand leicht gehoben hätte. Bei einer Gegenstimme von Christian Fischer (FDP) wurde die Erhöhung beschlossen.

„Nach 40 Jahren ist Schluss“

Einstimmig beschlossen wurde die Senkung der Abfallgebühren ab dem 1. Januar um 11,85 Prozent. Der 1. Nachtrag zur Haushaltssatzung 2012 wurde bei einer Enthaltung beschlossen.

Bürgermeister Eidam würdigte den ausscheidenden Beigeordneten Kurt Wenz (CDU), der sich 40 Jahre lang in verschiedenen Gremien der Gemeinde ehrenamtlich politisch engagierte. So war er neun Jahre Ortsvorsteher Argensteins, 32 Jahre lang Gemeindevertreter, davon 13 Fraktionsvorsitzender, und sechs Jahre im Gemeindevorstand. „Er war immer sehr loyal, ein angenehmer, aber auch ein kritischer Mensch“, sagte Eidam. Als Forstwirtschaftsmeister habe er seine Fähigkeiten in den Dienst der Kommune gestellt und ihr durch kostenneutralen Lehrgänge jede Menge Geld gespart.

Wenz unterstrich in seiner Abschiedsrede, dass er schon lange entschieden und immer wieder betont habe, dass nach 40 Jahren für ihn Schluss sei mit ehrenamtlicher Kommunalpolitik. So werde hoffentlich keine Verbindung zu irgendeiner aktuellen politischen Entscheidung gezogen. Keineswegs im Groll, sondern im Blick auf ein ruhigeres Rentnerleben scheide er. Zu allen drei Bürgermeistern, bei denen er tätig war, habe er sich loyal verhalten, auch wenn er manche Entscheidungen kritisch gesehen habe.

Für die Zukunft wünsche er in Argenstein die Sicherung des Hochwasserschutzes, die Erhaltung der Attraktivität des Dorfgemeinschaftshauses und dass es bald wieder einen Ortsbeirat gebe. Argenstein habe jetzt keinen Mandatsträger mehr in gemeindlichen Gremien, dafür erhalte Niederwalgern wieder einen Sitz im Gemeindevorstand. „Ortsteildenken sollte aber nach 40 Jahren in der Gemeinde Weimar keinen Platz mehr haben“, unterstrich er.

Das Parlament applaudierte ihm stehend. Als Nachfolger wurde Thomas Nuhn (CDU) verpflichtet.

von Manfred Schubert

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