Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Kuchenbaum zeugt von Freundschaft

Partnerschafts-Aktion Kuchenbaum zeugt von Freundschaft

Zwei Gemeinden und zwei Kuchenbäume: Fronhausen und Sonchamps pflanzten zum Zeichen ihrer seit 30 Jahren währenden Partnerschaft je ein Exemplar vor die Bürgerhäuser.

Voriger Artikel
Tauschen, kaufen, begradigen, sichern und verbessern
Nächster Artikel
Zahme gefiederte Freunde kommen aus Malaysia

Ein Kuchenbaum erinnert in Fronhausen an mittlerweile 30 Jahre deutsch-französische Partnerschaft. Bernard Roban (vorne rechts mit Schaufel) und Bürgermeister Reinhold Weber , Vertreter beider Gemeinden und viele Kinde waren bei der Pflanzaktion vorm Bürg

Quelle: Martina Becker

Fronhausen. Seit drei Jahrzehnten treffen sich Bürger der beiden Gemeinden wechselseitig in jedem Jahr. Zum Jubiläum weilten nun rund vierzig französische Gäste bei befreundeten Familien in Fronhausen.

Ein abwechslungsreiches Programm - etwa mit Diavortrag in der Gemeindeverwaltung oder mit Fahrt an den Edersee - erwartete die Besucher, die etwa 50 Kilometer westlich von Paris zu Hause sind. Auch ein „Galaabend“ im Bürgerhaus gehörte dazu.

Bevor dort gefeiert wurde und Fotos an die gemeinsamen Erlebnisse erinnerten, wurde anlässlich des Jubiläumsbesuchs ein Baum gepflanzt.

Gut sichtbar neben der Einfahrt zum Bürgerhausgelände steht nun ein Katsurabaum, alternativ auch Kuchenbaum genannt. Es ist ein Baum, der sowohl in Frankreich als auch in Deutschland zu Hause ist.

In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Reinhold Weber an die Reden anlässlich der Verbrüderung. Sie seien geprägt gewesen von Begriffen wie „Völkerverständigung, Aussöhnung, und deutsch-französischer Freundschaft“. Diese Vorsätze seien in der Gemeinde Fronhausen Wahrheit geworden, sagte Weber. Er verglich die Partnerschaft mit einer Ehe, die stets gepflegt werden müsse, wenn sie bestehen wolle. Das hat zwischen den beiden Gemeinde funktioniert, auch wenn es Zeiten stärkerer und schwächerer Kontakte gegeben hat. „Wir sind froh, dass sich die Partnerschaft bis heute immer wieder erneuert hat“, so der Bürgermeister. Unvergessene „Fußabdrücke“ wurden hinterlassen, beispielsweise durch gegenseitige Besuche mit dem Fahrrad, der Fronhäuser Maler Otto Scharf schuf ein Wandbild in der Kapelle Saint-Sebastian in Greffiers, Schülergruppen waren zu Gast und Fronhäuser Wurst wurde auf dem Markt in Sonchamp verkauft. Der französische Gemeindevertreter Bernard Roban sagte: „Merci für die immer ausgebreiteten Arme.“ Alle Bürger von Sonchamp seien dankbar für 30 Jahre „Jumelage“, sprich Partnerschaft.

Trotz „unterschiedlicher“ Auffassungen sei etwas Gemeinsames gelungen. Roban erinnerte auch an die Gesichter, die mittlerweile nicht mehr da sind. Wichtig sei, dass „die Gedanken unserer Partnerschaft auf die kommende Generation, die Jugend, übertragen wird“. Dass das gelingt, da waren sich Roban und Weber sicher, denn auch in diesem Jahr waren viele Kinder mit auf die 700 Kilometer lange Reise nach Fronhausen gekommen.

„Unter dem Kuchenbaum werden wir in zwei Jahren Kuchen essen“, scherzte Roban.

von Martina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr