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Kreditkartenbetrüger stehen vor Gericht

Skimming Kreditkartenbetrüger stehen vor Gericht

Täter spähten an Geldautomaten Daten aus.

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An Türöffnern zu Geldautomaten ergaunerten drei Männer an drei Orten im Kreis Daten von Bankkunden, um damit Geld abzuheben. Am Montag stehen sie vor Gericht.

Quelle: Rainer Waldinger

Fronhausen. Vor der ersten Strafkammer des Marburger Landgerichts müssen sich am Montag drei Rumänen wegen des „Fälschens von Zahlungskarten mit Garantiefunktion“, auch als „Skimming“ bekannt, verantworten. Sie sollen im vergangenen September die Türöffner von Filialen eines Kreditinstituts in Goßfelden, Fronhausen und Kirchhain so manipuliert haben, dass die zur Türöffnung benutzten Karten ausgelesen werden konnten. Anschließend kopierten sie nach Erkenntnissen der Ermittler die Daten auf Kartenrohlinge, um damit Geld abzuheben.

In Fronhausen wurden laut Anklage durch den Datenklau am 16. September zwölf Geschädigten rund 17.000 Euro abgebucht. Die Abhebungen wurden überwiegend in den USA getätigt. Wenige Tage zuvor hatten die Angeklagten nach Angaben von Annemarie Wied, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, mit entsprechender Technik Kundendaten an der Tür zur Filiale in Goßfelden ausgespäht. Da die Mitarbeiter frühzeitig darauf aufmerksam wurde, konnten die Konten rechtzeitig gesperrt werden, es entstand kein weiterer Schaden. Auch in der Filiale in Kirchhain blieb es am 26. September beim Versuch. Die Täter wurden dort festgenommen.

Alle drei sitzen in Haft. Im dritten Fall hatten sie sich nach Wieds Angaben nicht nur darauf beschränkt, die Kartendaten am den Türen auszulesen, sondern wollten mit versteckten Kameras in einem Rauchmelder und einer Doppelsteckdose auch die Reihenfolge der Abhebungen aufzeichnen, um die Daten den Kunden besser zuordnen zu können. Nach Wieds Angaben steht auf die gemeinschaftlich und gewerbsmäßig begangene Tat Gefängnis von mindestens zwei Jahren, wenn keine mildernde Umstände zu berücksichtigen sind. Die öffentliche Verhandlung findet Montag ab 9 Uhr in Saal 104 des Landgerichts statt.

von Michael Agricola

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Weil sie Daten von Bankkunden ausgespäht hatten, mit denen gefälschte Kredit- und EC-Karten hergestellt wurden, erhielten am Montag drei Rumänen Haftstrafen.

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