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Klimaschutz kann auch gut schmecken

Nachhaltigkeit Klimaschutz kann auch gut schmecken

Von wegen nur langweiliger Stoff: Beschäftigung mit Nachhaltigkeit kann durchaus ihre angenehmen Seiten haben.

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Kyra-Kristin Pfeiffer (von links), Sandra Hormel, Maria Rühl, Julia Kraft und Till Schwick beschäftigten sich mit exotischen Früchten wie Bananen und Orangen.

Quelle: Manfred Schubert

Niederwalgern. Diese angenehmen Seiten stellten die 36 Acht- und Neuntklässler aus den Sozial- und Naturwissenschaftsgruppen der Gesamtschule Niederwalgern (GSN) fest, die am ersten „Hessischen Tag der Nachhaltigkeit“ mit der gemeinsamen Arbeit an dem Projekt „Klimaschutz schmeckt! - haut die Welt nicht in die Pfanne“ begannen.

Die Schüler schlossen sich, je nach Interesse, verschiedenen Arbeitsgruppen an, in denen im Laufe des Schuljahres verschiedene Aspekte von Klimaschutz und Globalisierung behandelt werden sollen. Eine der aus maximal fünf Teilnehmern bestehenden Gruppen wird sich beispielsweise mit exotischen Früchten beschäftigen. Spielt Kinderarbeit auf großen Plantagen oder bei Kleinbauern eine Rolle, wie viele Pestizide werden eingesetzt, wie sind die Transportwege, wie viel davon essen die Deutschen, lauten einige Fragen.

Mit Fleisch und damit verbundenen Gesichtspunkten wie Massentierhaltung, Sojaanbau und Regenwaldabholzung wollen sich weitere Schüler befassen. Sie nahmen sich vor, dazu auch einen Metzger aus der Nähe zu interviewen. Auf großes Interesse stieß auch das Thema Bio-, Öko- und faire Siegel. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit sollen in unterschiedlicher Form verarbeitet werden, um beispielsweise als Kurzfilm, Theaterstück oder Spiel auch die anderen Schüler der GSN für die Bedeutung der Essgewohnheiten für Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren. Sie sollen zudem erfahren, dass Engagement ernst genommen wird, man auch mit kleinen Aktivitäten Veränderungen schaffen und durch bewusste Einbeziehung ihrer Produkte die eigene Region stärken kann.

Ziel ist, dazu ein Schülercafé mit regionalen, fair gehandelten, gesunden und umweltverträglichen Produkten an der GSN einzurichten. Noch vor Weihnachten soll ein Schülerprobecafé mit Präsentation der Ergebnisse stattfinden, dessen Frühstücksangebot von einer eigenen Arbeitsgruppe vorbereitet wird.

von Manfred Schubert

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