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Kindesentführung: Verteidiger ficht Urteil an

Landgericht Marburg Kindesentführung: Verteidiger ficht Urteil an

Im Fall der versuchten Kindesentführung in Niederweimar hat der Verteidiger des Verurteilten Rechtsmittel gegen das Urteil des Marburger Landgerichts eingelegt.

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In Marburg wurde ein Mann wegen versuchter Kindesentführers verurteilt. Jetzt landet der Fall vor dem Bundesgerichtshof.

Quelle: Patrick Pleul

Niederweimar. Sechs Jahre lang soll der 34-Jährige in Haft gehen, der 2012 versucht hatte, ein Mädchen zu entführen. Auf die OP-Anfrage, mit welchen Argumenten er das Urteil anficht, hat der Verteidiger bislang nicht geantwortet. 

Das schriftliche Urteil wird nun mit den erforderlichen Prozessakten dem Generalbundesanwalt übermittelt, der den Fall dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergibt. Dort wird über den Antrag der Verteidigung befunden. Eine Entscheidung kann sich noch Monate hinziehen.

Bochumer Gericht wartet

Bis dahin muss sich auch noch das Amtsgericht Bochum gedulden: Dort läuft ein weiteres Verfahren gegen den 34-Jährigen. Auch hier geht es um den Vorwurf der sexuellen Nötigung. Tatort war im Mai 2017 ein Schwimmbad in Witten. Laut Amtsgerichts-Direktor Oliver Hoffmann gehe es hier um „grenzwertiges Anfassen“. Die Vorwürfe seien geringfügiger als jene, die in Marburg verhandelt wurden.

Deshalb wartet das Bochumer Gericht den endgültigen Ausgang des Prozesses wegen der versuchten Kindesentführung ab. Sollte das Marburger Urteil bestätigt werden, sei es „nicht unwahrscheinlich“, so Hoffmann, dass das Verfahren in Bochum eingestellt wird. Auf OP-Nachfrage bei der Marburger Staatsanwaltschaft wurde nun auch bekannt, dass gegen den Verurteilten in einem weiteren Fall ermittelt worden war. Dieser Verdacht ließ sich allerdings nicht erhärten und das Verfahren wurde eingestellt.

von Dominic Heitz

Die OP berichtete auch über die Aussage des Opfers vor Gericht und über das Verlies, dass der Angeklagte in einem Fachwerkhaus im westfälischen Bad Sassendorf gemauert hat.

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