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Kindergartenkinder sollen mit dem Taxi fahren

Fronhausen Kindergartenkinder sollen mit dem Taxi fahren

Klingt erstmal komisch, ist aber vielleicht gar nicht so dumm: Fronhäuser Kinder fahren künftig möglicherweise mit dem Taxi zum Kindergarten.

Fronhausen. Ein Thema, das im Fronhäuser Parlament immer wieder für Diskussionen sorgt, ist die Beförderung der Kindergartenkinder. Am 3. September sollen die Fronhäuser Gemeindevertreter über eine neue Regelung entscheiden, die dann zunächst bis zum Jahresende gelten soll. Bisher wurden die Kindergartenkinder gegen Zahlung von 10 Euro im Monat mit einem angemieteten Kindergartenbus gefahren. Dieser Beförderungsvertrag lief zum 31. Juli aus. Bürgermeister Reinhold Weber berichtete, dass eine Erhebung ergeben habe, dass von 130 Kindergartenkindern aktuell nur noch sechs Kinder das Angebot mehr oder weniger regelmäßig nutzen wollen. Dies hat die Gemeinde dazu bewogen, nach einer kostengünstigeren Lösung zu suchen. Im Jahr 2008 kostete die Beförderung insgesamt 26 000 Euro. Diesem Betrag stehen 1 700 Euro verkaufte Fahrkarten gegenüber.

Dieses Missverhältnis zeige, dass die Aufrechterhaltung der bisherigen Beförderungsform sehr unwirtschaftlich sei, so Weber. Trotzdem wolle die Gemeinde weiterhin die Beförderung gewährleisten. Vor diesem Hintergrund wurde jetzt, nach Einholen von Angeboten, die Kindergartenbeförderung an ein ortsansässiges Taxiunternehmen vorgeschlagen. Die tägliche Beförderung kostet hier im Vergleich zu den bisherigen 101 Euro nur noch 42 Euro pro Tag. Auch die nötige Sicherheit bei der Beförderung sei der Gemeinde zugesichert worden, informierte der Bürgermeister.

Ob diese neue Regelung für die Gemeindevertreter akzeptabel ist, wurde im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung im Ausschuss für Jugend, Sport und Kultur sowie dem Haupt- und Finanzausschuss diskutiert. Die Fraktionen „Bürger für Fronhausen“ und SPD signalisierten, dass dies eine gute Lösung und in ihrem Sinne sei. Martin Schnabel, Vorsitzender der CDU-Fraktion, betonte, dass seiner Fraktion die Lösung der Beförderung schon lange nicht mehr gefällt. Eine dauerhafte Lösung sei hier wünschenswert. Bis zur Gemeindevertretersitzung wolle die CDU einen eigenen Vorschlag einbringen. Entsprechend diesen Positionen fiel dann auch das Abstimmungsergebnis über den Beschlussvorschlag aus. Im Ausschuss für Jugend, Sport und Kultur gab es drei Ja-Stimmen und zwei Nein-Stimmen. Der Haupt- und Finanzausschuss war mit fünf zu drei Stimmen für den Vorschlag. Dieser sieht vor, die Beförderung mit dem Taxiunternehmen bis zum Jahresende sicherzustellen, um dann im Zuge der Haushaltsberatungen eine abschließende Entscheidung zu finden.

von Martina Becker

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