Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Kindergarten steht vor Trägerwechsel

Erfolgreiche Übergabeverhandlungen Kindergarten steht vor Trägerwechsel

Bereits am 1. Januar 2013 soll die Gemeinde Ebsdorfergrund die Trägerschaft des evangelischen Kindergartens Rauischholzhausen „mit allen Rechten und Pflichten“ übernehmen.

Voriger Artikel
Uhr mit Stundenglocke kommt im Dorf gut an
Nächster Artikel
Dem Schlimmsten entronnen

Der Kindergarten in Rauischholzhausen befindet sich im Kreuzweg.

Quelle: Thorsten Richter

Rauischholzhausen. Mit dem Weggang der Kindergartenleiterin Katja Burk unternahm der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Rauischholzhausen einmal mehr eine Standortbestimmung und kam im Nachgang überein, dass die strukturelle Problematik wie auch die Finanzkraft es nicht mehr zulassen, die Einrichtung ernsthaft nach dem bisherigen Qualitätsanspruch als Träger weiterzuführen.

So informierte Pfarrer Dr. Egbert Schlarb Dekan Burkhard zur Nieden über diese Entscheidung mit der Maßgabe, mit der politischen Gemeinde Ebsdorfergrund in Verhandlungen zu treten. „Wenn sich der Kirchenvorstand zu einem solchen Schritt entschlossen hat, überzeugt auch die Argumentation, so dass ich dem Ansinnen nur meine Unterstützung geben konnte“, sagt zur Nieden und fügt an: „Leicht haben wir es uns nicht gemacht, aber wir dürfen die Tatsachen nicht verkennen.“ Als schließlich die Eltern der derzeitigen Kindergartenkinder in der vergangenen Woche über den Stand des beabsichtigten Trägerwechsels informiert wurden, hörte Pfarrer Schlarb nach eigenen Angaben doch deutlich heraus, dass es den Eltern am wichtigsten ist, dass der Kindergartenstandort Rauischholzhausen als solcher erhalten bleibt.

Unveränderte Gebühren und Öffnungszeiten

Die Trägerschaft sei trotz der allgemeinen Zufriedenheit mit der jetzigen doch eher nebensächlich. Mittlerweile liegt auch schon ein Vertragsentwurf vor, der am kommenden Montag auch im Parlament Ebsdorfergrund behandelt wird. Bürgermeister Andreas Schulz und Heike Schick, die für die gemeindlichen Kindertagesstätten zuständig ist, versichern wie zur Nieden und Pfarrer Schlarb, dass die Verhandlungen sehr ergiebig und zielorientiert verlaufen sind, mit der unbedingten Maßgabe, dass zum einen das bestehende Personal von der Gemeinde ein Übernahmeangebot erhält und sich für die Eltern und Kindergartenkinder nichts Grundlegendes ändert, nicht bei der Gebührenstruktur und auch nicht bei den bisherigen Öffnungszeiten.

„Über Änderungen kann allerdings dann gesprochen werden, wenn es der Elternbeirat wünscht“, informiert Schulz. „Natürlich ist die Kirchengemeinde auch daran interessiert, dass im Kindergarten auf freiwilliger Basis religionspädagogische Angebote unterbreitet werden“. meinte Schlarb. Das stellt für Heike Schick kein Problem dar, zumal auch in den beiden vorhandenen gemeindlichen Kindergärten auf wichtige religiöse Inhalte hingewiesen wird oder sie sowieso Bestandteil im Jahresprogramm sind.

Schulz ist überzeugt, dass der Standort Rauischholzhausen „sicher“ bleibt. „Natürlich können wir nicht so weit in die Zukunft schauen, aber wir können auf gewisse Entwicklungen reagieren“, macht er deutlich. So soll der zweigruppige Kindergarten schon bald eine offene Gruppe bekommen, will heißen, dass dort auch schon Kinder ab zwei Jahren aufgenommen werden können.

„Das wiederum bedeutet auch, dass wir mehr Personal einsetzen müssen“, so der Bürgermeister. Ob der Kindergarten langfristig dort verbleibt, wo er jetzt ist, steht allerdings noch in den Sternen.

Die Gemeinde ist Eigentümer des Gebäudes im Kreuzweg, der Kirche gehört der Grund. Die Gemeinde behält sich vertraglich das Recht vor, den Kindergarten innerörtlich verlegen zu dürfen,. Eine mögliche Idee wäre die Zusammenlegung mit der Grundschule am jetzigen Standort der Grundschule.

Der Vertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit der Genehmigung durch das Landeskirchenamt. Diese Zustimmung dürfe aber vorausgesetzt werden“, meinte zur Nieden.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr