Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Südkreis Kinder ziehen im Februar in Container
Landkreis Südkreis Kinder ziehen im Februar in Container
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:22 19.01.2010
So sehen die Mietcontainer der Firma Kleusberg aus, in denen die Niederwalgerner Kindergartenkinder für rund drei Monate untergebracht werden.

Niederwalgern. Am 3. Februar sollen die Mietcontainer auf dem Festplatz am Ortsrand Niederwalgerns angeliefert und anschließend aufgestellt werden. Drei Gruppenräume, ein Schlafraum, Sanitäranlagen, eine Küche und Büros sollen rund eine Woche später stehen und mit Strom und Wasser versorgt sein, erklärte Bürgermeister Volker Muth am Dienstag gegenüber der OP. Insgesamt werde dies die Gemeinde rund 40.000 Euro kosten. Eine entsprechende Sonderausgabe beschloss die Gemeindevertretung bereits in ihrer letzten Sitzung im abgelaufenen Jahr.

Die Entscheidung fiel somit auf eine komplette Containerlösung. Eine Unterbringung zumindest eines Teils der Kinder im evangelischen Gemeindezentrum war lange diskutiert worden, scheiterte letztlich aber am Platz, wie Muth erklärte. Nur eine der drei Kindergartengruppen hätte im Gebäude betreut werden können, für die anderen hätten Container in unmittelbarer Nähe zum Gebäude errichtet werden müssen, beispielsweise auf einem Parkplatz. „Dies wäre nur möglich gewesen, wenn das gesamte Gemeindezentrum durch den Kindergarten hätte genutzt werden können.“

Diesem Wunsch Muths und von Politikern aller in der Gemeindevertretung sitzenden Parteien erteilte der Kirchenvorstand jedoch eine Absage (die OP berichtete). In einem von Pfarrer Martin Drusel unterzeichneten Schreiben, das der OP vorliegt, verwies er darauf, dass die Entscheidung vor dem Hintergrund getroffen worden sei, „dass eine Auslagerung der Gruppen der evangelischen Kirchengemeinde bei dieser Variante nicht erforderlich wäre“.

Drusel betonte am Dienstag, dass die Kirchengemeinde „ja eigentlich gar nichts mit dem Kindergarten zu tun hat. Träger ist schließlich die politische Gemeinde“. Dennoch habe die evangelische Gemeinde helfen wollen und ein Angebot gemacht, „mit dem wir an die äußerste Grenze unserer Belastbarkeit gegangen sind. Mehr ging nicht“. Die Kirchengemeinde bot das beinahe komplette Untergeschoss, einen Büroraum, einen Saal im Erdgeschoss für das Mittagessen und eine Psychomotorikgruppe sowie eine Küche und Toiletten zur Miete an, nicht jedoch den größten Raum im oberen Stockwerk des Gebäudes als Gruppenraum. Somit hätte nur eine der Gruppen im Gebäude untergebracht werden können.
Muth dankte Drusel und dem Vorstand der Kirchengemeinde dennoch ausdrücklich für deren Engagement, welches er sehr zu schätzen wisse. „Ich weiß, dass zahlreiche regelmäßige kirchliche Veranstaltungen im Gemeindehaus stattfinden“, zeigte er Verständnis für die Entscheidung.

Viele Eltern der Kindergartenkinder halten die Unterbringung in Containern und vor allem den Standort auf dem Festplatz nicht für optimal, wie Ulrike Hollick vom Elternbeirat deutlich machte. Sie kritisierte, dass verschiedene Angebote wie der Morgenkreis, ein tägliches Zusammenkommen aller Kindergartenkinder am Morgen, räumlich in den Containern nicht möglich sei. Außerdem bemängelte sie, dass es am Festplatz kaum Spielmöglichkeiten für die Kinder gebe. 100-prozentig werde sich das normale Angebot leider nicht aufrecht erhalten lassen, sagte Muth hierzu.

Die Erfahrung aus Niederweimar, wo die Kindergartenkinder während des knapp ein Jahr dauernden Abrisses und Neubaus ihres Kindergartens im dortigen evangelischen Gemeindezentrum untergebracht wurden, zeige, dass ein solcher Umzug für die Kleinen ein großes Erlebnis sei, berichtete der Bürgermeister. Nach rund drei Monaten im „Exil“ sollen die 65 Niederwalgerner Mädchen und Jungen im Mai wieder in ihr dann saniertes Gebäude einziehen können.

Erste Arbeiten am Dach des Kindergartens haben bereits begonnen. Insgesamt lässt sich die Gemeinde Weimar die Erneuerung des Gebäudes, das sich den Worten Muths nach in einem „absolut maroden Zustand“ befindet, knapp 370.000 Euro kosten.

von Stefan Weisbrod

Aus rund 200 Bewerbern wurde die Vorgruppe von „Silbermond“ für das Konzert in Frankfurt ausgewählt – die heimische Gruppe „Für immer“, bisher bekannt als „ungestimmt“, bekam den Zuschlag.

19.01.2010

Die Menschen in Kehna, Weiershausen, Allna, Hermershausen, Haddamshausen und Oberweimar werden sich bald an einen neuen Pfarrer gewöhnen müssen. Der bisherige nimmt am Sonntag offiziell Abschied.

15.01.2010

Ein Kleinlaster geriet am Donnerstagmittag auf der B3 in den Gegenverkehr und verursachte so einen Unfall mit insgesamt vier Fahrzeugen.

14.01.2010