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Kinder erkunden die alte Synagoge

Roth Kinder erkunden die alte Synagoge

Mehr als ein Dutzend Mädchen und Jungen besuchten den zweiten Kindererkundungstag in der Rother Landsynagoge. Dort lernten sie viel über die Geschichte des Judentums und des Gebäudes.

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In jüdischen Familien schneiden die Mütter das Brot. Am Kindererkundungstag übernahmen Dr. Frances Schwarzenberger-Kesper (von rechts) und Renate Blöcher vom Arbeitskreis Landsynagoge diese Aufgabe.

Quelle: Stefan Weisbrod

Roth. Einige der Kinder hatten bereits an der ersten Auflage des Tags im vergangenen Jahr teilgenommen. Sie bauten gemeinsam eine Laubhütte hinter der Synagoge. Die „Neuen“ schauten sich währenddessen die Synagoge an und lernten etwas über die Geschichte des Gebäudes. Sie erfuhren zum Beispiel, dass die Rother Synagoge im Nationalsozialismus nur deshalb nicht vernichtet wurde, weil dadurch angrenzende Wohnhäuser gefährdet gewesen wären.

Außerdem beschäftigten sich alle mit dem Judentum. „Im letzten Jahr stand das Lichterfest Chanukka im Mittelpunkt, diesmal das Laubhüttenfest Sukkot“, erklärte Dr. Frances Schwarzenberger-Kesper vom veranstaltenden Arbeitskreis Landsynagoge Roth, „deshalb haben die Kinder auch die Hütte gebaut“. Gemeinsam sangen die Kinder mit Schwarzenberger-Kesper und Renate Blöcher unter anderem ein Friedenslied sowie weitere Titel in hebräischer Sprache und aßen süßes Brot. „In jüdischen Familien schneidet das am Sabatt immer die Mutter“, teilte Schwarzenberger-Kesper den Kindern mit.

von Stefan Weisbrod

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