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Südkreis Jetzt ist die Genossenschaft am Zug
Landkreis Südkreis Jetzt ist die Genossenschaft am Zug
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18:51 22.06.2012
Ob das Bürgerhaus am Rande des Ortes Fronhausen an das Nahwärmenetz angeschlossen wird, steht weiterhin noch nicht fest. Quelle: Thorsten Richter
Fronhausen

Jetzt gilt es. Die Bioenergiegenossenschaft ist am Zug. Sie muss nun die Informationen liefern, die den von der Gemeinde Fronhausen extern beauftragten Experten in die Lage versetzt, eine verlässliche Berechnung für die Wirtschaftlichkeit des Anschlusses des Bürgerhauses Fronhausen an das Nahwärmenetz anzustellen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um ein paar aktualisierte oder fehlende Zahlen. Der Fragenkatalog zielt mehr oder weniger auf das Gesamtvorhaben ab bis hin zur Sicherstellung des wirtschaftlichen Überlebens der Bioenergiegenossenschaft.

Steffen Weber, stellvertretender Fraktionschef der Bürger für Fronhausen, hielt es dennoch für ausreichend, der Bioenergiegenossenschaft zur Beantwortung des fünf Seiten umfassenden Katalogs mit sehr spezifischen Fragen vier Wochen Zeit zu geben. Jedenfalls brachte er einen solchen Antrag ein, ohne allerdings zu benennen, was passieren soll, wenn es die Bioenergiegenossenschaft nicht schaffen sollte, die Antworten innerhalb dieser Zeit zu erbringen. Ungeachtet, dass Ende nächster Woche die Sommerferien beginnen, begründete Weber die Vier-Wochen-Frist damit, „sachorientiert und zügig“ vorankommen zu wollen und Verzögerungen einer abschließenden Entscheidung zu vermeiden. Den Antrag stellte er in seinem Namen, nicht im Namen der Fraktion „Bürger für Fronhausen“. Das Abstimmungsverhalten lieferte wenig später den Grund, denn von fünf „Bürgern“ waren nur drei dafür, zwei jedoch dagegen.

SPD stimmt geschlossen gegen „Frist-Antrag“

Keinen Zuspruch fand der Antrag bei dem potenziellen Partner der „Bürger“, der SPD. Sichtlich überrascht von dem Antrag stimmten alle Sozialdemokraten gegen die Fristsetzung. Und auch die CDU stimmte geschlossen dagegen. CDU-Mann Martin Schnabel sagte zudem: „Ich finde es ein bisschen frech, gleich nach der Übersendung des Fragenkatalogs mit den Fäusten zu kommen und eine Frist zu setzen. Ich gehe davon aus, dass die Bioenergiegenossenschaft die Fragen so schnell es geht beantworten wird.“ Schnabel vermutete hinter diesem Antrag den Vorsatz, den möglichen Anschluss des Bürgerhauses Fronhausen sofort ablehnen zu wollen, wenn die Zahlen nicht in vier Wochen vorliegen sollten. Auch Klaus Bork von der SPD bekräftigte, dass die Bioenergiegenossenschaft nun am Zug sei, man ihr aber deshalb keine Frist setzen solle. Steffen Weber ließ sich nicht provozieren und blieb bei seiner Darstellung, das Thema „nur strukturiert abarbeiten“ zu wollen. Doch musste er zur Kenntnis nehmen, dass er mit diesem Vorschlag letztendlich nur zwei weitere Gemeindevertreter seiner eigener Fraktion überzeugen konnte.

Einstimmig fassten die Fronhäuser Gemeindevertreter den Beschluss, im Kindergarten Fronhausen durch einen Umbau Platz für die Einrichtung einer Gruppe unter Dreijähriger zu schaffen. Die Gesamtkosten werden auf 60000 Euro geschätzt. Der Landkreis hat eine Förderung in Höhe von 31500 Euro vorläufig zugesagt, führte Bürgermeister Reinhold Weber aus.

Der kirchliche Träger des Kindergartens habe zudem signalisiert, dass die Restkosten zwischen Kirche und Kommune geteilt werden sollen. „Somit rechnen wir mit einer Belastung von 15000 Euro“, so Weber. Dafür erreiche man schon Ende des Jahres mit 42,2 Prozent eine Quote, die weit höher liege als die zum 1. August 2013 geforderte Quote von 35 Prozent. Die Finanzierung werde durch Minderausgaben in der allgemeinen Finanzwirtschaft sichergestellt, so Weber.

von Götz Schaub

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