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Südkreis Jeder Zweite ist im Ort zu schnell
Landkreis Südkreis Jeder Zweite ist im Ort zu schnell
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17:46 08.06.2012
Die Bushaltestelle „Marburger Straße“, befindet sich auch direkt an der L 3093. Weil dort viele Schulkinder ein- und aussteigen, fordert der Ortsbeirat ein Tempo-Limit von 30. Quelle: Thorsten Richter
Wenkbach

Das ungeübte Auge sieht Autos gerne mal schneller an einem vorbeifahren, als sie letztendlich waren. Doch in Wenkbach kann man seinen Augen (leider) trauen. Messungen zwischen 9 und 23 Uhr haben ergeben, dass die Hälfte der Autofahrer schneller fährt als 50 Stundenkilometer. 70 ist dabei auch keine Seltenheit, gleich mehrfach wurde sogar die 100-Stundenkilometer-Marke „geknackt“, was in diesem Zusammenhang nicht als Heldentat oder Leistung, sondern eher als traurige Wahrheit angesehen werden muss.

Der Wenkbacher Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Heijo Hoß an seiner Spitze möchte diese alarmierenden Zahlen nicht einfach unkommentiert und ohne Reaktion hinnehmen. „An der Marburger Straße sind auch viele Kinder und Jugendliche unterwegs, insbesondere morgens, wenn sie zur Bushaltestelle gehen und dort auf den Schulbus warten, könnte es leicht mal gefährlich werden“, sagte Hoß in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats.

Schnell war sich das Dorfgremium darin einig, dass es eine Temporeduzierung für unumgänglich hält. Nicht nur für die Morgenstunden.

Wochentags rollen bis zu 4000 Autos durch Wenkbach

Ortsbeiratsmitglied Herbert Vollmer entschieden: „Wir sollten angesichts dieser Messergebnisse ruhig mehr Zeit für Tempo 30 fordern beziehungsweise wenigstens prüfen lassen.“ Das Gremium einigte sich auf eine Zeit bis 18 Uhr. Warum so lange? Weil es auch Schulkinder gebe, die erst nach 16 Uhr nach Hause kommen. Die Messungen haben auch ergeben, dass an einem Tag bis zu 4000 Fahrzeuge durch Wenkbach fahren und somit immer ein Gefahrenpotenzial vorhanden sei.

„Wir müssen damit rechenen, dass wenn die B 255 fertig ist, noch mehr Autos durch Wenkbach fahren, um über die neue Auffahrt hinter unserem Dorf auf die B 255 zu gelangen“, sagte Hoß. Und weiter: „So oder so, die Ergebnisse haben auch gezeigt, dass wir in der Marburger Straße öfter auch mal die Geschwindigkeiten überwachen sollten.“

n Ruhiger wird es definitiv schon mal für die Wenkbacher in der Dorfstraße. Die parallel zur Marburger Straße verlaufende innerörtliche Verbindungsstraße wurde in der Vergangenheit unverhältnismäßig oft von großen Fahrzeugen, sprich Lastwagen genutzt. Sinn und Zweck liegen dabei etwas im Dunklen. Der Ortsbeirat geht davon aus, dass die Fahrer oft über ihre Navigationsgeräte über diese Straße gelotst werden, wenn sie etwa in das Gewerbegebiet einfahren wollen.

Das war in dieser Form nicht mehr tragbar. Stündlich waren dort drei bis vier Lastwagen unterwegs“, sagt Hoß. Die Gemeinde Weimar habe als zuständige Ortspolizeibehörde bereits reagiert und Schilder bestellt, die die Durchfahrt von Lastwagen verbieten. Ausgenommen sind natürlich die direkten Versorgungsfahrzeuge für die Anlieger.

n Möglicherweise müssen sich die Wenkbacher im Zuge des Neubaus der B 255 in den kommenden Wochen auf eine Sperrung der Straße L 3093 nach Niederweimar einrichten. Möglicherweise aber auch nur auf eine einseitige Befahrung mit Ampelregelung.

In dieser Zeit soll der Kreisel an der L 3093 so weit hergestellt werden, dass die Wenkbacher wenig später schon über die neue B-255-Trasse über die Bahn fahren und so zum Kreisel am Kieswerk gelangen.

n Der junge Wenkbacher Verein „Sweet Home Wenkbach“ wird sich künftig um den Grillplatz im Außenbereich kümmern. Der Ortsbeirat hofft, dass es diesem Verein gelingt, dass der Platz nach einer Generalüberholung besser in Schuss bleibt und nicht mehr von ungebetenen Gästen verwüstet wird.

von Götz Schaub

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