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Immer mehr Löcher in den Straßen

Ortsbeirat Allna Immer mehr Löcher in den Straßen

Der schlechte Zustand der Straßen ist mitunter seit 2007 ein Thema in Allna. Der Ortsbeirat erwartet nun auch Entscheidungen von der Gemeinde Weimar.

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Bei Starkregen verwandelt sich, wie es Anwohner Lars Plitt im Mai auf diesem Foto festhielt, die Straße Vor dem Berg in einen Bachlauf, der sich in der Lindengasse fortsetzt.

Quelle: Lars Plitt

Allna. Mit Anmeldungen zum Haushalt 2013, Problemen mit der Wasserführung bei Starkregen, dem Spielplatz und dem beantragten Abbruch eines Wohngebäudes beschäftigte sich der Ortsbeirat am Montagabend. Insgesamt 16 Teilnehmer waren zu der Sitzung ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen.

Die dringendsten Probleme betreffen schon seit Jahren den Zustand der Straßen in dem 220-Einwohner-Dorf. Entsprechend sollen auch in den Anmeldungen zum Haushalt 2013 Sanierungen an erster Stelle stehen, darin waren sich Ortsbeirat und Zuhörer einig. Am schlimmsten sei der Zustand der Falterstraße, der nach der Ortsstraße am zweitstärksten befahrenen Straße, die sehr viele Löcher aufweise. Der Ortsbeirat bemängelte, dass er die bestehende Prioritätenliste für die Straßen der Gemeinde angefordert habe, aber nun schon seit sieben Monaten auf eine Antwort von Seiten der Verwaltung warte.

Ein weiteres, schon länger bestehendes Straßenproblem, dass seit 2007 immer wieder Thema im Ortsbeirat behandelt wurde, ohne dass etwas passiert sei, möchte Ortsvorsteherin Ingrid Wallenwein endlich angehen. Bei Starkregen fließt, wie Anwohner Lars Plitt durch auf seinem Smartphone gespeicherte Fotos eindrucksvoll belegte, ein richtiger Bach die Straßen Vor dem Berg und Lindengasse hinunter. Vermutlich, sagte Wallenwein, habe das mehrere Ursachen. Durch Grundstücksbebauungen wurde die Abflussrichtung des Regenwassers geändert und das Abwasserrohr sei wohl schlicht zu klein im Durchmesser. Nun möchte sie einen Ortstermin mit Bürgermeister und Bauamt vereinbaren, der Termin soll bekannt gegeben werden, sobald er festliegt.

Am Spielplatz möchte der Ortsbeirat ein weiteres Spielgerät, ein Wipptier, aufstellen. Außerdem schlug die Ortsvorsteherin vor, ein Sonnensegel über den Sandkasten zu spannen, um die spielenden Kleinkinder vor der prallen Sonne zu schützen. Dazu soll Geld, das vom Verkauf der Dorfchronik übrig ist, verwendet und ein Zuschuss der Gemeinde beantragt werden. Aus der Zuhörerschaft kam der Vorschlag, statt eines vermutlich nicht sehr lange haltbaren Sonnensegels eine stabilere und dauerhaftere Überschattung aus Holz in Eigenleistung zu erstellen. Dieser Vorschlag soll geprüft werden, insbesondere, ob ein solcher Bau grundsätzlich zulässig ist und ob dabei besondere Vorschriften eingehalten werden müssen. Auf Anregung von Lars Plitt soll zudem ein Arbeitseinsatz stattfinden, den er auch organisieren will, um die die Gehölze am Spielplatz zurückzuschneiden.

Ortsbeirat hält Hausabriss für Privatangelegenheit

Von Seiten der Gemeinde war ein weiterer Punkt auf die Tagesordnung gesetzt worden, die Stellungnahme des Ortsbeirates zum Antrag des Eigentümers auf Abbruch eines Wohngebäudes in der Ortsstraße 11. Ortsvorsteherin Wallenwein erinnerte daran, dass sie dazu bereits 2010 bei einem Ortstermin mit dem damaligen Bürgermeister Volker Muth gesagt habe, dass sie das für eine private Angelegenheit halte, die Besitzer und Behörden miteinander aushandeln müssten.

Sie denke immer noch, dass es keine Angelegenheit von öffentlichem Interesse sei, daher wolle sie keine Beschlussempfehlung abgeben. Die anderen Ortsbeiratsmitglieder schlossen sich dem an.

Dieses Wohngebäude an der Ortsstraße möchte der Eigentümer abreißen, da es sich nach einem schweren Wasserschaden, der sich vor mehreren Jahren ereignete, nicht wirtschaftlich sanieren ließe und er Platz für einen Rundverkehr der Landwirtschaftsfahrzeuge auf dem Hof schaffen möchte. Die Denkmalpflege plädiert dagegen für eine Sanierung des 1751 errichteten Gebäudes, außerdem solle der Charakter eines Dreiseithofes gewahrt bleiben.

Zwar ist der Eigentümer der Ansicht, dass es sich nach den Regeln des Denkmalschutzes gar nicht um einen Dreiseithofes handle, da zwischen der Errichtung der einzelnen Gebäude weit mehr als 50 Jahre lagen. Er schlägt nun vor, zurückversetzt eine neue Halle zu bauen. Damit gebe es den gewünschten Platz zum Befahren des Hofes mit Landwirtschaftsfahrzeugen und es sehe immer noch wie ein Dreiseithof aus.

von Manfred Schubert

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