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Immer im Einsatz, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr

Servicehof zum Anfassen Immer im Einsatz, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr

Das Interesse, einmalhinter die Kulissen des Servicehofes schauen zu dürfen war sehr groß. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Vielfalt der gemeindlichen Aufgaben für die Bürger zu informieren.

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Matthias Hentschel erklärte Ute Block aus Beltershausen die Funktion des Winterdienstfahrzeuges. Gelenkt wird hier nach Bildschirm, denn vom Führerhaus aus kann man den Schneeschieber nicht sehen.

Quelle: Martina Becker

Heskem. „Ohne Servicehof stünde das Leben in unserer Gemeinde still“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz zur Begrüßung der zahlreich erschienen Bürger und Bürgerinnen. Keine Wasserversorgung, keine Abwasserreinigung, keine Grünpflege, kein Winterdienst und vieles mehr wären möglich, zählte Schulz auf.

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr sind die 17 Mitarbeiter in drei Schichten für die Bürger da. Gründe genug, diesen einmal einen Einblick in das zu geben, was „allzu selbstverständlich“ ist.

Mit großer Sorgfalt und ideenreich hatte sich das Servicehofteam auf den Tag vorbereitet. An den einzelnen Stationen der Betriebsführungen verdeutlichten beispielsweise Schautafeln die Arbeit an verschiedensten Projekten. Arbeitswerkzeuge wurden vorgestellt und Fahrzeuge konnten in Augenschein genommen werden. Edith Grau, Assistentin der Betriebsleitung und einzige Frau der Mannschaft, bot eine eigens auf die Frau abgestimmte Führung an. Das Abwasserteam gab Einblicke in die Arbeitsweise und Reinigungskraft der Kläranlagen. Welche Schäden an Abwasserrohren auftreten können und wie man sich mithilfe der Schiebekamera ein Bild vom Rohrinneren machen kann, wurde ebenfalls gezeigt.

Winterdienst ist ein großes und kostenintensives Segment. Bei Eis und Schnee liefen stets die Telefondrähte heiß, erzählte Grau. Zwei Fahrzeuge hat die Gemeinde dann im Einsatz.

Eine Woche schlechtes Wetter kostet 10000 Euro

Wie schwer es ist, ein solches Fahrzeug bei Schneefall, Dunkelheit und Glätte durch die engen Straßen in den Dörfern zu manövrieren, davon konnte man sich auch ein Bild machen.

Fahrzeugführer Matthias Hentschel ließ Besucher auf dem Fahrersitz Platz nehmen und erklärte ihnen gerne die Technik. „Eine Woche schlechtes Wetter kostet die Gemeinde rund 10000 Euro“, informierte Grau.

Sie appellierte an das Verständnis der Bürger, wenn vor diesem Hintergrund in manchen Straßen nicht geschoben werden könne.

Im Weiteren wurden beim Rundgang das Materiallager, die Malerwerkstatt oder der Werkstattbereich, wo beispielsweise Spielplatzgeräte wieder aufgemöbelt werden, vorgestellt. Einblick gab es zudem in den Aufgabenbereich Grünpflege. „Die Wasserversorgung ist der Stolz der Gemeinde“, betonte der Bürgermeister.

Der Wasserbereich verfügt am Servicehof bei Heskem über die größte Ausstattung. Der Tag der offenen Tür wurde auch zum Anlass genommen, um für diese Abteilung einen neuen „Wasserbus“ in Dienst zu stellen. Insgesamt sind es etwa ein Dutzend Fahrzeuge, die mit den Mitarbeitern ihren Dienst tun. Diese seien alle gut in Schuss, da die Gemeinde stets frühzeitig für Ersatzbeschaffungen sorge, betonte Betriebsleiter Dirk Seidemann.

von Martina Becker

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