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Südkreis Im Schloss fließt jetzt Gemeindewasser
Landkreis Südkreis Im Schloss fließt jetzt Gemeindewasser
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17:05 19.12.2013
Schlossverwalter Klaus Ried (links) von der Uni Gießen, Ebsdorfergrund-Bürgermeister Andreas Schulz (4. von links), Ortsvorsteher Helmut Vogler (2. von rechts) und Mitarbeitern der Gemeinde bei der Übergabe der Wasserversorgung für das Schloss in Rauischholzhausen.Fotos: Michael Agricola
Rauischholzhausen

Im heutigen Sprachgebrauch ist es eine „win-win“-Situation, die mit der offiziellen Übergabe der Wasserversorgung an die Gemeinde Ebsdorfergrund entsteht.

Für die Kommune ist es ein Gewinn, einen zusätzlichen Abnehmer für das aus eigenen Quellen geförderte Tiefenwasser zu haben. Für die Universität ist es eine Erleichterung, wenn man nun nicht mehr selbst das Oberflächenwasser aus dem eigenen Brunnen fördert. Ein Grund dafür ist, dass die Versorgungsleitung der Uni, die unter dem Neubaugebiet zwischen Tannen- und Eichenweg verläuft, stillgelegt werden kann. Die Leitung ist in die Jahre gekommen und hätte über kurz oder lang erneuert oder saniert werden müssen, berichtete Bürgermeister Andreas Schulz. Diese Kosten spart sich die Universität mit dem Anschluss an das Wassernetz der Gemeinde, genauso hat sie dafür keinen Personalaufwand mehr.

Ein weiterer Vorteil sei, so Schulz, dass das oberflächennah geförderte Wasser aus der „Alten Stumm‘schen Quelle“ am Lindenberg stärker Umwelteinflüssen und -belastungen ausgesetzt ist als das Wasser, das die Gemeinde Ebsdorfergund aus dem eigenen Brunnen in 200 Metern Tiefe aus dem Buntsandstein gewinnt. Dieses ist zwar kalkhaltiger, also härter, aber qualitativ auch hochwertiger, betonte der Bürgermeister beim Ortstermin mit dem Schlossverwalter Klaus Ried von der Universität Gießen.

Hochschule und Gemeinde blieben auf diese Weise bewährte Partner und gute Nachbarn, die voneinander profitieren. Früher sei in Rauischholzhausen schon mal das Wasser für die Bürger knapp geworden, wenn es lange sehr trocken war. Damals habe die Universität den Rauischholzhäuser Bürgern ausgeholfen, indem sie Wasser aus ihrer Quelle ins Netz einspeiste, erinnert sich Ortsvorsteher Helmut Vogler an ein gutes Miteinander. „Heute können wir auf diese Weise die Hilfe ein wenig zurückgeben“, freute sich Schulz.

Die Zeiten der Wasserknappheit sind in Rauischholzhausen seit 2004 vorbei. Damals baute die Gemeinde den erwähnten Tiefbrunnen und investierte in einen neuen Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 600 Kubikmetern. Für die Bürger des Ortes werden so pro Jahr etwa 50000 Kubikmeter Wasser zur Verfügung gestellt - ohne Engpässe, wie der Verwaltungschef betont.

Die Justus-Liebig-Universität will für ihre Liegenschaften künftig etwa 6500 Kubikmeter im Jahr abnehmen und damit das Schloss mit Nebengebäuden, die Gärtnerei mit dem Phytotron, den Gutshof in der Ortsmitte und die von Waldthausen‘sche Forstverwaltung mit Frischwasser versorgen. Doch

prinzipiell könnte die Gemeinde in Rauischholzhausen aber auch noch mehr Wasser aus der Tiefe holen. Das Regierungspräsidium erlaubt eine Förderung von bis zu 83000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. Auch für die Löschwasserversorgung bietet das Geschäft einen positiven Nebeneffekt. Der alte Hochbehälter der Uni am Rande des Schlossparkgeländes wird nicht mehr benötigt, kann aber weiterhin als Speicher 150 Kubikmeter Wasser fassen, das im Ernstfall der Feuerwehr zur Verfügung steht.

von Michael Agricola

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