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„Ich bin mit meinem Leben zufrieden“

Anneliese Emmerich aus Leidenhofen „Ich bin mit meinem Leben zufrieden“

„Außerordentliches soziales Wirken“ steht hinter der Verleihung der Pflegemedaille des Landes Hessen. Mit dieser wird Anneliese Emmerich aus Leidenhofen am Mittwoch in Wiesbaden geehrt.

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Seit 14 Jahren pflegt Anneliese Emmerich ihren Mann. Dafür wird sie am Mittwoch in Wiesbaden mit der hessischen Pflegemedaille ausgezeichnet.

Quelle: Martina Becker

Leidenhofen. Am 12. September war der 37. Hochzeitstag von Anneliese und Philipp Emmerich. Seit vierzehn Jahren ist ihr Eheleben jedoch alles andere als normal. „HOPS“ stellte diese innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf.

Diese medizinische Abkürzung steht für Hirnorganisches Psychosyndrom. Diese „heimtückische“ Erkrankung hat Philipp Emmerich innerhalb kürzester Zeit zu einem schweren Pflegefall gemacht.

„Viele kleine Schlaganfälle haben das Gehirn meines Mannes langsam zerstört“, erzählte Anneliese Emmerich. Erste Anzeichen dieser Erkrankung zeigten sich bei dem heute 71jährigen im März 1998. Etwas ein dreiviertel Jahr später wurde die endgültige Diagnose gestellt und die Berentung des damals 58-jährigen Pflasterers festgesetzt.

„Die Krankheit schritt dann ziemlich schnell voran. Mein Mann verlor nach und nach seine Sprache, konnte nicht mehr laufen und seine Arme wurden funktionsunfähig“, erinnerte sich Emmerich. 2002 kam dann der Rollstuhl. Seit sechs Jahren liegt Philipp Emmerich fest im Bett und im Jahr 2007 erblindete er.

Füttern, waschen, pampern ist nunmehr seit elf Jahren der Alltag von Anneliese Emmerich. Sie nimmt keinen Pflegedienst in Anspruch und ist rund um die Uhr für ihren Mann da.

von Martina Becker

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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