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Herausforderer setzt auf eigenen Stil

Wahlkampf Herausforderer setzt auf eigenen Stil

Peter Eidam ist derzeit Ortsvorsteher von Niederweimar. Sein Ziel: Zum Jahresende möchte er gern ins Amt des Bürgermeisters der Großgemeinde Weimar eingeführt werden.

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Ein spontaner Besuch in der Rother Mühle: Peter Eidam lässt sich von Manfred und Silke Nau die Produktionstechnik erklären.

Quelle: Götz Schaub

Weimar. Peter Eidam hat sich alles ganz genau überlegt. Er kandidiert, um zu gewinnen. Dabei setzt er ganz auf seine Person. „Die Menschen sollen wissen, wo Peter Eidam draufsteht, ist auch Peter Eidam drin.“ Dass ihn CDU, die Grünen und die Freie Bürgerliste Weimar unterstützen, findet er natürlich gut, doch sieht er sich nicht ausschließlich als deren Kandidat.

„Ich bin bewusst parteilos“, macht er deutlich, und um dies zu untermauern, ist er am Tag der OP-Begleitung im Wahlkampf auch allein unterwegs. Bei Wahlkampf-Ständen greift er allerdings gern auf Unterstützung aus den Lagern der oben genannten Parteien zurück. „Wir haben natürlich große Gemeinsamkeiten, was die politische Sicht der Dinge angeht, aber ich habe auch gute Freunde im SPD-Lager. Ich denke, das ist eine gute Voraussetzung auch überzeugend darzustellen, Bürgermeister für alle sein zu wollen und nicht nur für die aktiv unterstützenden Parteien.“

Schwerpunkt seines Wahlkampfes an diesem Tag bilden heimische Unternehmer, die auf ganz verschiedenen Gebieten tätig sind. Auf dem Bauernhof von Gerda Kirch und Heinrich Schleich wird Eidam zum zweiten Frühstück empfangen, damit er mal einen Eindruck gewinnt, wie frisch gestärkt Übernachtungsgäste der Pension Gerda in den Tag entlassen werden. Gerda Kirch, die über lange Jahre in der Gastronomie in Marburg und in Spanien tätig war, hat mit ihrem Lebensgefährten auf dem heimischen Bauernhof Räume für Übernachtungsgäste geschaffen.

Frisch gestärkt führt Eidams Weg zu Michael Mehner. Dass der überhaupt mal da ist, ist schon ein bisschen Glück, denn Mehnert hält sich geschäftlich viel im Ausland auf. Er ist Eigentümer der Firma Howana, deren Gebäude man lange Zeit sehr gut von der B 255 aus am Ortsrand von Niederweimar sehen konnte.

Mittlerweile wird das Gebäude von neuen Häusern verdeckt, und vielleicht ist die Existenz der Firma dadurch auch ein wenig aus dem Bewusstsein der Menschen gedrängt worden. Wer dennoch den Weg dorthin findet, wird angenehm überrascht werden, was für schöne und komfortable Strümpfe dort im Direktverkauf angeboten werden. Mehner beliefert unter anderem Kaufhof und Karstadt. Kaufhof wird bereits seit 1953 beliefert. Die Firma stammt ursprünglich aus Gilserberg, ehe sie 1964 nach Niederweimar kam. Heute werden dort schon längst keine Strümpfe mehr hergestellt, aber jene, die im Ausland gefertigt wurden, auf ihre Qualität untersucht, bevor sie in die Läden gelangen.

Eidam findet, dass Weimar viel mehr mit ihren Gewerbetreibenden werben sollte. Mit Reiner Becker, Chef des Landmaschinen-Fachbetriebs Justus Becker in Niederwalgern ist er sich einig, dass die Gemeinde vorrangig heimische Gewerbe unterstützen sollte.

„Was soll das denn, wenn die Gemeinde irgendwo ein Gerät vielleicht für 20 Euro weniger kaufen kann, aber dann im Reparaturfall viele Kilometer fahren muss?“, fragt sich Becker. Er sei hier vor Ort und könne schnelle Hilfe garantieren. „Da sind die 20 Euro ruckzuck wieder eingespart“, sagt er. Eidam verspricht im Fall seiner Wahl, Angebote auch auf mögliche Folgekosten prüfen zu wollen, ehe er dem billigsten Anbieter den Zuschlag gibt.

von Götz Schaub

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