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Heißes Oldie-Blech begeistert Besucher

Dreihausen Heißes Oldie-Blech begeistert Besucher

An drei Tagen weihte Dreihausen seinen neuen Mehrzweckplatz ein. Die Idee, dies mit einem kunterbunten Automobiltreffen plus musikalischer Flankierung zu tun, kam prächtig an.

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Anmut in Rot: Ein Messerschmidt Kabinenroller (links) neben einem Heinkel-Roller.
Fotos: Martina Becker

Dreihausen. Sie wurden gestreichelt, von all ihren Seiten bewundert und begeistert fotografiert. Gemeint sind keine Models oder Schauspieler. Autos waren es, die von etwa 2500 Menschen in Dreihausen am Wochenende bewundert wurden. Zirka 600 Old- und Youngtimer rollten zum Treffen auf dem neuen Mehrzweckplatz, dem ehemaligen Werk II des dort ansässigen Basaltwerks Nickel ein.

Feierlich eingeweiht wurde der 16000 Quadratmeter große Platz am Freitagabend (die OP berichtete). Ab Samstagmorgen stand dann alles im Zeichen der alten und ganz alten Fahrzeuge. Die „Geburtsjahre“ der Schmuckstücke bewegten sich zwischen 1923 und 1990. Mit dem Ford T war ein echter Klassiker und „legendäres“ Auto der Oldtimerszene mit dabei.

Laut Mitorganisator und Oldtimerexperte Andreas Klein war dies das erste Auto, das in Serie am Fließband produziert wurde. „Es wurde nur in schwarz und einer Ausführung produziert“, so Klein.

Das Treffen bestach durch sein breites Spektrum, von alten Traktoren über eine bunte Mischung an Zweirädern bis hin zu einer Autovielfalt, bei der nahezu alle Marken und Länder vertreten waren. Eine solche Mischung der unterschiedlichen Sammlergruppen sei eher selten und verleihe der Veranstaltung einen ganz besonderen Charme, erklärte der Experte Klein.

Viele Teilnehmer kamen aus dem Raum Marburg und den umliegenden Landkreisen, andere aus Frankfurt und sogar aus Holland. Nicht wenige besuchten die Veranstaltung sogar an beiden Tagen und brachten dann ihren Zweitoldtimer mit. Willkommen war jeder, und das Echo zu diesem vielgestaltigen Treffen war durchweg positiv. Dass die Planungen für dieses „ambitionierte“ Ereignis aufgingen und ein großer Erfolg wurden, freute die Organisatoren.

Ein zehnköpfiger Festausschuss und 13 Vereine standen hinter diesem Event. Sie konnten sich auf die Schultern klopfen, denn ihre kühnsten Vorstellungen waren in Erfüllung gegangen. So beschrieb zumindest Jörg Vaupel, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, die Veranstaltung. Eine solche Open-Air-Veranstaltung zu planen, sei auch ein großes Risiko gewesen, so Vaupel. Überdies lag sie in einer Größenordnung, die man in Dreihausen bislang nicht gewohnt war. Umso größer war die Freude über das Gelingen. Ein perfekter Mitspieler war nicht zuletzt auch das Wetter - Sonne satt, besser ging es nicht. Flankiert wurde das motorenlastige Spektakel am Samstagabend von einem atemberaubenden Konzert der Gruppe „Softeis“. Rock-Oldies gepaart mit einer Feuershow der Gruppe „Irrlicht und Irrsinn“ heizten den rund 500 Zuhörerinnen und Zuhörern ein. Ergänzt wurde das Ambiente tagsüber durch einen kleinen Händlermarkt. Von Autoersatzteilen bis zum kultigen Kaffeeservice gab es hier allerhand zu erstehen. Mit einer Prämierung der Ausstellungsfahrzeuge sowie der Verlosung von etwa zehn Preisen - der erste Preis war ein runderneuerter VW Passat, Baujahr 1986, im Wert von etwa 3500 Euro - endete die Veranstaltung am Sonntagnachmittag. Sie war morgens mit einem zünftigen, Frühstück fortgesetzt worden.

von Martina Becker

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