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Südkreis Heißer Anwärter auf drei Kochmützen
Landkreis Südkreis Heißer Anwärter auf drei Kochmützen
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20:14 09.02.2012
Qualitätskontrolle bei laufendem Betrieb: Professor Volker Peinelt misst an der Nudel-Bar in der Schulmensa Niederwalgern nach, wie warm das Essen ist. Quelle: Thorsten Richter

Niederwalgern. Es soll gesund und preiswert sein, aber vor allem soll es schmecken. In dem Modellversuch für eine bessere Schülerverpflegung mit Mittagsangebot, die an der kreisweit modernsten Schulmensa an der Gesamtschule in Niederwalgern läuft, ist ein strenges Qualitätsmanagment tägliches Programm.

Mithilfe von Checklisten kontrollieren und protokollieren jedoch nicht nur die Mensa-Mitarbeiter selbst den Werdegang des Essens von der Anlieferung bis zum Verzehr. Sondern es gibt auch eine wissenschaftliche Begleitung durch die Fachhochschule Niederrhein.

Eine erste schriftliche Beurteilung der Abläufe hat der Landkreis als Schulträger und Betreiber der Mensa bereits erhalten (diese Zeitung berichtete). In den vergangenen beiden Tagen war erneut ein Team von Ernährungs-Fachleuten der Fachhochschule Niederrhein vor Ort. Unter Leitung von Professor Volker Peinelt nahmen sie die Mensa genau unter die Lupe – und kamen wiederum zu einem Ergebnis, das Peinelt so zusammenfasst: „Es läuft schon sehr gut hier, aber es gibt auch noch Verbesserungspotenzial.“

Auch, was die Zubereitung der Speisen angeht, sieht der Ernährungs-Professor noch Potenzial. Die Speisen werden in Frankfurt von dem international tätigen Essenslieferanten Sodexo mit gentechnikfreien Produkten aus vorwiegend regionaler Erzeugung hergestellt.

Und dann hat die Mensa noch so ein Gemüse-Problem. „Da werden größere Portionen vorgehalten als die Schüler tatsächlich essen“, erklärt Dr. Horst Tritschler, der auf die Ernährungslehre an der Schule setzt. „Wir wollen den Schülern erklären, was gutes und gesundes Essen ist“, sagt der Leiter der Geamtschule Niederwalgern, der auf die Entwicklung einer neuen Essenskultur an der Schule hofft.

„Drei Kochmützen“ als Qualitätssiegel: „Geschenkt gibt es die nicht“, betont Peinelt und stellt in Aussicht, bis August mit seinem Team abschießend über die Zertifizierung befinden zu können. Chancen auf die höchste Bewertung habe die Niederwalgerner Mensa allemal.

von Carina Becker

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