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Südkreis „Gute Worte können es nicht genug sein“
Landkreis Südkreis „Gute Worte können es nicht genug sein“
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06:16 02.05.2012
Drei der vier besonders gewürdigten Helfer Konrad Braun (von links), Heinrich Niwa und Horst Stei.
Beltershausen

„Das Bürgerhaus von Beltershausen erstrahlt in neuem Glanz, mal lädt es ein zum Singen, mal lädt es ein zum Tanz“. Mit diesem Lied eröffnete der Beltershäuser Gesangverein Germania die Eröffnungsveranstaltung. Chorleiterin Doris Hilberger hatte es speziell für diesen Anlass gedichtet.

Bei den rund 250 Gästen, sprich Beltershäusern und Vertretern der mitwirkenden Firmen sowie der Gemeinde kam dieser „gelungene“ Vortrag sehr gut an. Bereichert wurde der Festakt überdies durch eine Tanzdarbietung der Gymnastikgruppe des SV Beltershausen sowie den Auftritt der Volkstanzgruppe „Zweckelstromp en Betzebennel“. Sie alle füllten das neu Geschaffene mit Leben und gaben dem Offiziellen Teil einen kurzweiligen Rahmen.

Was ist alles neu, beziehungsweise was wurde für 553000 Euro am Bürgerhaus gemacht? Dieser Frage ging Bürgermeister Andreas Schulz nach. Insgesamt fünf Bauabschnitte seien es gewesen, so der Verwaltungschef. Ihren Anfang nahmen die Arbeiten mit dem Umbau und der Erweiterung der Kegelbahngaststätte.

Neue Türen und Fenster, Dämmung und ein neuer Anstrich werteten dann das Gebäude energetische auf. Es folgte auf dem Dach die Installation eine Photovoltaikanlage durch einen Privatinvestor. Die Gestaltung der Außenanlage und zum Schluss die Innensanierung machten das Projekt rund. Am Ende steht nun nicht mehr nur ein Bürgerhaus. „Entstanden ist ein Tagungszentrum“, erklärte der Bürgermeister. Ansprechende Optik, moderne Technik sowie nahe gelegene Gastronomie mit Übernachtungsmöglichkeiten haben diese Nutzungsmöglichkeit nahe gelegt.

Die Entwicklung der Bürgerhäuser für spezielle Interessengruppen sei ein wichtiger Schritt, damit diese Räumlichkeiten in Zukunft optimal genutzt würden, erklärte Schulz. Anteil an dieser Entwicklung hatten viele Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt 1850 Stunden waren es, die 47 Helferinnen und Helfer investierten und damit den Gegenwert von 37000 Euro erbrachten. „Gute Worte kann es dafür nicht genug geben“, sagte der Bürgermeister. Eine besondere Ehrung erfuhren vier Bürger: Konrad Braun, Heinrich Niwa, Robert Pfeffer und Horst Stei. Sie hatten sich über das normale Maß hinaus für ihr Bürgerhaus engagiert.

Donnernden Applaus war der Dank für diese Leistung. Dankbarkeit und Stolz auf das Geschaffene und vom „Dorf“ Geleistete prägten auch die Worte von Ortsvorsteher Johannes Block. Mit dem Abschluss der Bürgerhauserneuerung werde die Steigerung der Attraktivität des Dorfes nicht enden, blickte Schulz in die Zukunft. Ein Sinnesgarten auf dem alten Friedhof soll Erholungsraum mitten im Dorf bieten.

Es gab noch weitere schöne Nachrichten: Beltershausen soll durch den Anschluss an das Biogasnetz der Stadtwerke Marburg das erste Bioenergiedorf der Gemeinde Ebsdorfergrund werden und auch als erstes Dorf der Großgemeinde mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgt werden.

Mitreißender Höhepunkt des offiziellen Teils war die Show von Peter Heinzmann. Als „Cameleon“ wechselte der Michelbacher sekundenschnell seine Kostüme und schlüpfte in etwa ein Dutzend Rollen – von Andrea Berg bis Michael Jackson. Er bahnte damit die passende Überleitung zur dann folgenden After-Show-Party.

von Martina Becker