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Grundbad: Rutsche steht bereit

Kosten von rund 43.000 Euro Grundbad: Rutsche steht bereit

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Seit Sonntag hat das Grundbad in Heskem wieder seine Pforten geöffnet – und ist mit der neuen Wasserrutsche um einen Spaß-Faktor reicher.

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Heskem-Mölln. Silbrig grau glänzt sie im Licht der LED-Lampen, sie ist zehn Meter lang und kurvig – die neue Rutsche im Grundbad ist einsatzbereit. Seit dieser Woche steht sie allen Wasserratten und Rutsch-Freunden zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung. Zu übersehen ist das neue Highlight des Grundbades nicht, die Rutsche steht direkt am Eingang der Schwimmhalle am Beckenrand.

Ein halbes Dutzend Stufen führt rund drei Meter hinauf unter die Hallendecke. Von dort aus geht es über zwei Kurven hinein ins kühle Nass. Durch ein Pumpsystem wird die Rutschfläche stetig mit Wasser versorgt.

Eine Woche lang war das Schwimmbad für den Einbau der Rutsche geschlossen. Am vergangenen Donnerstag hieß es dann: Wasser marsch. Bei einem ersten Durchgang wurde getestet, ob die Rutsche dicht ist, und es waren keine Auffälligkeiten zu bemängeln.

Davon überzeugte sich Uwe Hamatschek vom Hochbau- und Gebäudemanagement gemeinsam mit den Installateuren. „Die Rutsche ist eine schöne Ergänzung – wir hoffen, dass sie angenommen wird“, lobte Hamatschek. Transport, Einbau und letzte Handgriffe verliefen unkompliziert. Die Rutsche besteht aus rostfreiem Edelstahl, gefertigt wurde sie nahe Dresden. Eine örtliche Fliesenfirma übernahm nach der Installation letzte Fliesenarbeiten.

Kosten belaufen sich insgesamt auf 43.000 Euro

Die Rutsche alleine kostet 30.000 Euro. Hinzu kommen rund 13.000 Euro für Installations-, Fliesen- und Schlosserarbeiten, teilte die Gemeinde­ mit. Insgesamt kommen also­ rund 43.000 Euro zusammen. Die Rutsche ist vorerst das i-Tüpfelchen des sanierten Schwimmbades. Im vergangenen Jahr wurde das Grundbad für 1,46 Millionen Euro von der Gemeinde energetisch und barrierefrei modernisiert. Die neue Rutsche sei bereits in dem Gesamtbetrag enthalten. „Der Kostenrahmen wird eingehalten“, so Hamatschek.

Ganz fertig sind die Planer dabei noch nicht mit der Anlage: In diesem Jahr sollen die Planungen für ein neues Kleinkinderbecken beginnen. Kostenpunkt: zwischen 50.000 und 100.000 Euro.

Ziel sei die Steigerung von ­Attraktivität und Auslastung des Bades, so die Verwaltung, die auf einen Anstieg der Besucherzahlen auf 45.000 im Jahr hofft. „Durch das neue Angebot wollen wir auch Familien mit Kindern bis zwölf Jahren ins Grundbad locken“, teilte Bürgermeister Andreas Schulz mit. Der Gemeindechef will dabei langfristig planen: „Wer als Kind im Grundbad schwimmen lernt, kommt auch als Erwachsener wieder“.

Die obligatorische Begutachtung vom TÜV hatte die neue Rutsche bis Freitag allerdings noch nicht hinter sich bringen können. Am Samstag stand die Prüfung durch einen Sachverständigen an. Einem feucht-fröhlichen Rutschvergnügen steht jetzt nichts mehr im ­Wege. Zumindest wenn kein anderer Badegast am unteren ­Ende gerade vorbeischwimmt. Denn die Rutsche führt direkt auf die äußerste Schwimmbahn. Da ist künftig wohl etwas Rücksicht von oben gefragt.

von Ina Tannert

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