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„Grund“ hat die Mittel für einen Stromnetz-Kauf

Parlamentssitzung „Grund“ hat die Mittel für einen Stromnetz-Kauf

Ruth Schambach vom Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) aus Aachen erläuterte am Montagabend den Parlamentariern der Gemeinde Ebsdorfergrund die Ergebnisse eines Gutachtens über die Wirtschaftlichkeit einer Stromnetzübernahme in ihrer Gemeinde.

Dreihausen. Auch wenn viele Zahlen, mit denen gerechnet wurden, auf Annahmen und Erfahrungswerten basieren, kann sich die Gemeinde Ebsdorfergrund sicher sein, dass die mögliche Übernahme des Stromnetzes als wirtschaftlich eingestuft wird. Das umso mehr, da die Gemeinde über ausreichende Eigenmittel verfügt, den Kauf also nicht fremdfinanzieren müsste.

Bürgermeister Andreas Schulz sieht darin eine große Chance für seine Gemeinde, die Einnahmen zu verbessern, um „freiwillige Leistungen zu sichern und zu erhalten“. Schambach riet dazu, falls sich die Gemeinde zum Kauf entschließen sollte, sich einen strategischen Partner zu suchen, der das Geschäft beherrscht. Daran sollte es wohl nicht mangeln, liegen der Gemeinde doch drei Angebote vor, die allerdings vom Inhalt her durchaus differieren. Neben dem bisherigen Netzbetreiber, die E.on Mitte AG, haben auch die Stadtwerke Marburg und die Oberhessische Versorgungsbetriebe Aktiengesellschaft aus Friedberg Angebote unterbreitet.

Das Parlament beschloss einstimmig, dass der Gemeindevorstand zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung eine Beschlussempfehlung vorlegen soll, aus der hervorgehen soll, an wen die Konzession vergeben werden soll, ob die Gemeinde einer Netznutzungsgesellschaft beitreten soll oder eine andere Beteiligungsform propagiert. Bis zur nächsten Sitzung bleibt noch etwas Zeit, sie findet erst im November statt.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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