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Grünflächen bereiten sehr viel Arbeit

Auslastung des Bauhofs Grünflächen bereiten sehr viel Arbeit

Als Flächengemeinde mit zwölf Ortsteilen muss sich die Gemeinde Weimar um viele öffentliche Grünflächen kümmern - personell hakt es dabei manchmal, aber der Fuhrpark ist gut aufgestellt.

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Die Wildblumenwiese vor dem Bürgerhaus in Niederwalgern wird seit ihrer Herrichtung im Sommer von den örtlichen Heinzelmännchen gepflegt.

Quelle: Thorsten Richter

Weimar. So eine Idee von einer Wildblumenwiese vor dem Bürgerhaus Niederwalgern hat viele interessante Aspekte. Kindergartenkinder müssen nur ein paar Meter bewältigen, um die heimische Blumenwelt kennenzulernen. Die Nektarsammler bekommen ein zusätzliches üppiges Angebot gemacht, Vorübergehende Menschen erfreuen sich am Anblick der bunten Blumenvielfalt.

Und: Die Mitarbeiter vom Bauhof der Gemeinde Weimar müssen dort keine Grünflächenpflege übernehmen, denn um die Wiese kümmern sich ja die Niederwalgerner Heinzelmännchen. Trotzdem bleibt für den Bauhof in Sachen Grünflächenpflege sehr viel zu tun.

„Der Bauhof ist stark ausgelastet“, antwortetet Weimars Bürgermeister Peter Eidam auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Und die Frage nach dem „aktuellen Zustand des gemeindlichen Fuhr- und Geräteparks beantwortete der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass man „gut aufgestellt“ sei und den Fuhrpark um Mulchgeräte ergänzt habe. Um möglichst effizient und strukturiert zu arbeiten, wird ein Grünflächenkataster erstellt, um die Einsätze besser planen und koordinieren zu können. Der viele Regen im Sommer habe die Grünflächen ordentlich sprießen lassen, so dass die Gemeinde mitunter versucht habe, mit Saisonkräften als Unterstützung zu arbeiten.

Darüber hinaus machte Eidam deutlich, dass er sich über ein gewisses bürgerliches Engagement sehr freuen würde. „Wir suchen schon in den Ortsteilen Menschen, die sich bereit erklären, ein Auge auf öffentliche Grünflächen zu haben und dieses auch mal zu mähen und pflegen“, sagte Eidam während der jüngsten Parlamentssitzung. Stephan Wenz, Fraktionschef der SPD war in dieser Sitzung krankheitsbedingt nicht dabei. Er kennt die Antworten des Bürgermeisters nur aus dem Protokoll. Wenz hofft, dass insbesondere die Frage nach dem Zustand der Fuhrparks noch konkretisiert wird.

„Es geht darum, zu erfahren, was unser Bauhof leisten kann und was nicht. Es ist einfach nicht griffig genug, wenn der Bürgermeister sagt, die Arbeitsbelastung sei sehr hoch. Der Bürgermeister kennt als Kämmerer der Gemeinde die Personalsituation mit am besten. Wenn er sagt, dass er noch Leute bracht, soll er sie auch bekommen“, sagt Wenz auf Anfrage der OP. Die SPD habe das Thema noch einmal aufgegriffen, weil sich doch nach den Worten Wenz‘ einige Leute aus der Gemeinde darüber beschwert hätten, dass Mäh- und Pflegearbeiten sehr oft verspätet ausgeführt worden seien. „Für uns ist klar, dass wenn wir schon einen Bauhof haben, er auch funktionieren soll“, sagt Wenz.

Um eine echte Standortbestimmung zum Zustand und zur Leistungsfähigkeit des Bauhofs machen zu können, bedürfe es weiterer Information, meinte Wenz. „Die Arbeit wird ja nicht weniger“ sagt Wenz im Hinblick auf die Herbst- und Winterarbeiten mit besonderen Augenmerk auf einen verlässlichen Winterdienst.

Die Personalsituation im Bauhof ist schon seit Jahren Thema im Parlament. Mehrfach hatte Eidams Amtsvorgänger Volker Muth (SPD) versucht, den Stellenschlüssel anzuheben, doch wurde dies stets von der Mehrheit des Parlaments abgelehnt. Bürgermeister Eidam versichert gegenüber der OP, dass er sehr wohl Für und Wider abwäge und auch eine Einstellung, derzeit sind sieben Mitarbeiter beim Bauhof beschäftigt - nicht ausgeschlossen sei. Mal abgesehen von der Menge an Grünschnitt, der in diesem Jahr aufgrund des feuchten Wetters erheblich war, stehe der Gemeindevorstand mit dem Leiter und stellvertretenden Leiter des Bauhofes im engen Kontakt, „Das Thema ist und bleibt wichtig und wir werden auch gemeinsam eine Lösung finden, dass der Bauhof handlungsfähig bleibt und seine Arbeit bewältigen kann“. so Eidam.

von Götz Schaub

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