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Südkreis Große „Werkzeugkiste“ für Katastrophenschutz
Landkreis Südkreis Große „Werkzeugkiste“ für Katastrophenschutz
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17:08 10.03.2013
Gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (Vierter von links), dem Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker (Dritter von links) und Bürgermeister Andreas Schulz (Fünfter von rechts) stellten die Wittelsberger Feuerwehrkräfte den Gerätewagen Gefahrstoff Quelle: Martina Becker
Wittelsberg

Schutzanzüge, Pumpen, Auffangbehälter, Schlauch- und Verschlussmaterial sowie jede Menge Werkzeuge befinden sich auf dem Gerätewagen Gefahrstoff. Alles aus besonderen Materialien, die keinen Funkenflug verursachen und Säuren, Laugen oder sonstige gefährliche Stoffe abhaben können.

Es sei ein großes Wissens- und Arbeitsfeld, das für den Einsatz beherrscht werden müsse, erklärte Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker bei der Inbetriebnahme des Fahrzeuges am Freitagabend im Feuerwehrhaus in Wittelsberg. Dieser anspruchsvollen Aufgabe stellen wollen sich die Wittelsberger und Beltershäuser Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Insgesamt siebzehn Personen bringen sich für dieses Fahrzeug ein. Sie werden in Zukunft bei atomaren, biologischen oder chemischen (ABC) Gefahrstoffeinsätzen in der Gemeinde, im Landkreis und, wenn nötig, auch landesweit ausrücken. Dieses zusätzliche Engagement zum üblichen Feuerwehralltag lobten Bürgermeister Andreas Schulz, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Eucker ausdrücklich. „Besonders in Wittelsberg ist diese Aufgabe in sehr guten Händen, da der Wehrführer Alexander Hormel geballte Kompetenz aus seinem Beruf mitbringt“, betonte Eucker. Erworben wurde das siebzehn Jahre alte Fahrzeug von der Feuerwehr Wetter. Die Finanzierung von 15000 Euro erfolgte über Mittel von Gemeinde und Landkreis. Der Bürgermeister erklärte, dass dieser Gerätewagen in Ebsdorfergrund hinsichtlich der Landessammelstelle für schwachradioaktive Stoffe in Roßberg auf jeden Fall erforderlich gewesen wäre. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Gemeinde sehe das so vor. Unabhängig davon wird das Fahrzeug auch über die Gemeindegrenzen hinaus zum Einsatz kommen, wie die Finanzierungsregelung bereits vermuten lässt.

Die Wehren aus dem Ebsdorfer Grund engagieren sich seit rund drei Jahrzehnten in der Abwehr von ABC-Gefahrstoffen. Sechzig bis achtzig Aktive, das heißt: jede dritte Einsatzkraft, ist über ihre normale Arbeit in der Ortsfeuerwehr hinaus mit diesem Thema befasst. „Jeder Ortsteil hat doppelte Aufgaben“, erklärte Eucker. Mit dem Gerätewagen Gefahrstoff wurde jetzt der Gefahrstoff-ABC-Zug, der sechs verschiedene Fahrzeuge umfasst, komplettiert. Insgesamt sind in der Gemeinde Ebsdorfergrund acht Fahrzeuge des Katastrophenschutzes, die für den Landkreis und das Land abrufbar sind, stationiert.

„Wir blicken auf eine lang­jährige, erfolgreiche und zuverlässige Zusammenarbeit“, betonte der Kreisbrandinspektor. Auf dieser Grundlage habe der Kreis den Gefahrstoff-ABC-Zug vertrauensvoll in die Hände der Gemeinde Ebsdorfergrund gegeben. Dieser ergänzt im Bedarfsfall die Gefahrstoff-Züge von Marburg, Biedenkopf und Kirchhain. „Wir bilden im Katastrophenschutz das Rückgrat für den ganzen Landkreis“, brachte Schulz den Sachverhalt auf den Punkt, was Schäfer bestätigte. Damit die große „Werkzeugkiste“, wie die Feuerwehrleute ihr neues Fahrzeug nennen, auch untergestellt werden kann, will der Wittelsberger Verein in Eigenregie das alte Gefrierhaus umbauen.

von Martina Becker

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