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Südkreis Große Ehre für das Ehrenamt
Landkreis Südkreis Große Ehre für das Ehrenamt
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17:49 18.12.2013
Ehrennadeln der Gemeinde für engagierte Menschen: Bürgermeister Andreas Schulz (rechts) zeichnete Bürger aus dem Ebsdorfer Grund aus. Quelle: Carina Becker
Rauischholzhausen

Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold, für 12, 20 und 25 Jahre des ehrenamtlichen Engagements in Vereinen, Initiativen oder in der Gemeindepolitik, für viele Jahre des Einsatzes zum Wohle des Gemeinwohls. Die Ehrung verdienter Bürger stand ganz zu Beginn der letzten Gemeindevertreter-Sitzung dieses Jahres im Ebsdorfergrund auf der Tagesordnung. Bürgermeister Andreas Schulz würdigte jeden einzelnen der zu ehrenden Bürger für sein Wirken. Ihre Ehrennadel verlieh die Gemeinde in diesem Jahr einmal in Gold, viermal in Silber und elfmal in Bronze. Die engagierten Menschen bezeichnete Bürgermeister Andreas Schulz als „Säulen und Stützen unseres Gemeinwesens“. Gelebte Demokratie sei ohne solch engagierte Männer und Frauen unmöglich.

„Viele Gemeinden werden uns beneiden“

Stellvertretend für das Land Hessen überreichte Schulz gemeinsam mit dem Gemeindevertretungs-Vorsitzenden Gotthardt Seim sowie der Ersten Beigeordneten Elisabeth Newton die Anerkennungsprämien für langjährige Feuerwehrleute (die Namen aller Geehrten im Infokasten). Sechs Feuerwehrleute erhielten jeweils 100 Euro für ihr Engagement, weitere sechs bekommen 200 Euro für 20 Jahre im Wehrdienst, ebenfalls sechsmal vergibt das Land 500 Euro an Männer, die seit 30 Jahren dabei sind, dreimal 1000 Euro für 40-jährigen und über 40-jährigen Dienst in der Feuerwehr.

Anerkennung wurde auch dem Bürgermeister zuteil - und zwar für seine Arbeit als Kämmerer: Das Parlament verabschiedete den Haushaltsplan für 2014 einstimmig. SPD, CDU und ÜBE/FWG-Fraktion trugen Schulz Entwurf mit. Von der Fraktion der Grünen nahm kein Mitglied an der Versammlung teil. Auch den Ausschüssen zur Haushaltsberatung blieben die Grünen fern. Überhaupt ist die Fraktion in der parlamentarischen Arbeit mit ihren vier Sitzen wenn nur noch sporadisch vertreten.

Mit dem Haushalt verabschiedeten die Gemeindevertreter ergänzend einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen, in dem festgelegt wird, dass neben der Grundsteuer B auch die Grundsteuer A im kommenden Jahr um zehn Prozentpunkte gesenkt wird. Somit profitieren nicht nur Hausbesitzer, sondern auch die Landwirtschaft. Der neue Hebesatz liegt dann bei 290 Prozentpunkten. Der Gewerbesteuerhebesatz wird auf 368 Prozentpunkte festgesetzt - diesen Schritt hob der CDU-Fraktionsvorsitzende Ludwig Bender lobend hervor, da die Gemeinde noch unter dem empfohlenen Hebesatz von 380 Prozentpunkten bleibe und somit einen Standortvorteil habe. Auch die Senkung von Grundsteuer A und B hob Bender positiv hervor: „Es ist richtig, die Bürger am finanziellen Erfolg der Gemeinde zu beteiligen.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Böckler war sich sicher: „Viele Gemeinden werden uns um unsere Finanzsituation beneiden.“ Er sprach über Gestaltungsmöglichkeiten in Ebsdorfergrund, wie keine andere Kommune in Mittelhessen sie habe. Andere Kommunen in Hessen bauen unter dem Schutzschirm des Landes mühevoll Schulden ab und üben Verzicht. Die Gemeinde Ebsdorfergrund steckt im kommenden Jahr mehr Geld in Infrastrukturprojekte als je zuvor, leiht dem Land vier Millionen Euro, führt Schulden zurück und senkt Steuern. Mit dieser Arbeit war auch die ÜBE/FWG-Fraktion zufrieden, lediglich kritisierte ihr Vorsitzender Reiner Nau die Flurbereinigung, in der die Landwirte von Ebsdorfergrund mehr zahlen müssten als die der benachbarten Stadt Amöneburg. Kritik an dem Umgang mit Landwirten in der Gemeinde übte auch Ludwig Bender, der auf einen Konflikt zwischen Gemeinde und Bauern um die Flächenprämie zu sprechen kam. Und auch an die hart geführte Diskussion um den Verkauf eines Gemeindegrundstücks in Heskem mit anschließendem Rücktritt von langjährigen Ortsbeiratsmitgliedern erinnerte Bender. „Solche Aktionen sind nicht geeignet, dass Wir-Gefühl in der Gemeinde zu stärken.“

von Carina Becker

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